{"id":279,"date":"2018-04-08T12:28:05","date_gmt":"2018-04-08T10:28:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/?page_id=279"},"modified":"2018-04-08T12:28:05","modified_gmt":"2018-04-08T10:28:05","slug":"magyarorszagi-nemet-csaladnevek-1","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/talalkozohely\/magyarorszagi-nemet-csaladnevek\/magyarorszagi-nemet-csaladnevek-1\/","title":{"rendered":"Magyarorsz\u00e1gi n\u00e9met csal\u00e1dnevek 1"},"content":{"rendered":"<p>Zuletzt erg\u00e4nzt am&nbsp;Dienstag, 29.&nbsp;Sept. 2008.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Adam&nbsp;<\/strong>(VN): Beliebter biblischer Vorname (hebr\u00e4isch = Mensch aus Erde)<br \/>\n<strong>Ader&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): ? Barbier, der fr\u00fcher zu Ader lie\u00df (mhd. \u2018aderlasser\u2018 &gt; nd. \u2018aderlater\u2018)<br \/>\n<strong>Ackermann&nbsp;<\/strong>(BN): Wie Ackerknecht die Bezeichnung eines pfl\u00fcgenden, ackernden Bauern im Dienste eines Grundherrn.<br \/>\n<strong>Aichele&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Deutet auf eine Wohnst\u00e4tte in den Eichen hin.<br \/>\n<strong>Albecker<\/strong>&nbsp;(ON): &lt; ON Albeck bei Ulm (h. Langenau)<br \/>\n<strong>Alberti\/Alberty<\/strong>: patronymische Bildung (Genitiv der latinisierten Form Albertus) zu Albrecht<br \/>\n<strong>Albrecht&nbsp;<\/strong>= Adelbrecht &lt; Adalbrecht &lt; Adal + beraht &gt; germ. ,brecht\u2018 gl\u00e4nzend<br \/>\n<strong>Altmann, Oltmann&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mhd. ,altman, oltman&#8216; alter, erfahrener Mann<br \/>\n<strong>Altrichter&nbsp;<\/strong>(BN): zusammengesetzt aus Alt (ein alter Mensch, hier: fr\u00fcherer) + BN, Richter (Jurist)<br \/>\n<strong>Ambach&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Ein Zusammenr\u00fcckungsname nach der Wohnst\u00e4tte ,am Bach\u2018<br \/>\n<strong>Ament, Amend(e)&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Am Ende der Stra\u00dfe oder des Ortes wohnend. (~ Ort(h)mann)<br \/>\n<strong>Ampelner&nbsp;<\/strong>(BN): Hersteller von Lampen und Gef\u00e4\u00dfen aus Zinn.<br \/>\n<strong>Amr|ain, -ein&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Ein Zusammenr\u00fcckungsname nach der Wohnst\u00e4tte ,am Rain\u2018 (Ackergrenze, wo der Wald beginnt; schweiz., s\u00fcdd. Abhang) &gt; Amrain, Rain(er)<br \/>\n<strong>Amschl&nbsp;<\/strong>(BN): ua-Mundart ,Amschl\u2018 Amsel (Vogelname) &gt; Amself\u00e4nger<br \/>\n<strong>Andelohr<\/strong>: zusammengesetzter Name: Andel (KF zu Andreas) + Ohr (auff\u00e4llige K\u00f6rpermerkmale)<br \/>\n<strong>Anderlei&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Lay (ON und \u00d6N); Ley = Schieferfelsen, (Wein-)lage &gt; \u00d6N, An der Lei wohnend.<br \/>\n<strong>Andorfer<\/strong>&nbsp;(ON): Der Vorfahre der Andorfer stammt aus Andorf, einem Dorf in Ober\u00f6sterreich (unweit von Passau). Heute h\u00e4ufig in S-Deutschland (Baden-W\u00fcrttemberg, besonders in Niederbayern)<br \/>\n<strong>Angeli&nbsp;<\/strong>(VaN): Patronym zu Angelus (dt. Engel)<br \/>\n<strong>Antretter&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Antrat, Antritt sind H\u00f6fe in Tirol; trat, tret = Weidetrift; H\u00f6fe mit Weidewechselwirtschaft. Kommt heute in Leverkusen, K\u00f6ln, Lippstadt u. a. vor.<br \/>\n<strong>Arnold&nbsp;<\/strong>(VN): germanischer Rufnamen<br \/>\n<strong>Artner<\/strong>&nbsp;= Ortner<br \/>\n<strong>Aubele, Aubeli(n)<\/strong>&nbsp;(VN): alemannisch-schwb\u00e4bisch f\u00fcr den m\u00e4nnlichen VN Albrecht (der an Adel Gl\u00e4nzende). Heute h\u00e4ufig in Oberschwaben, Baden-W\u00fcrttemberg u. a.<br \/>\n<strong>Auer<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): Von der Wohnst\u00e4tte in einem flachen Wiesengel\u00e4nde (= die Au, Aue); als FN oft in M\u00fcnchen, Mainz, W\u00fcrzburg, Baden-W\u00fcrttemberg.<br \/>\n<strong>Auth<\/strong>&nbsp;(BN): durch Ausfall des h aus mhd. uhte, uohte \u00bbNachtweide\u00ab entstandener Berufs\u00fcbername (vgl. Auchter: Berufsname. Im oberdeutschen, vor allem im alemannischen Bereich bedeutete auchten das Vieh zur Aucht, zur Nacht- bzw. zur Fr\u00fchweide (mhd. uhte, uohte) f\u00fchren. Der Auchter war also der Fr\u00fchweidehirt.\u00ab.)<br \/>\n<strong>Ay(rer)<\/strong>&nbsp;(BN): obd. der Eierh\u00e4ndler, -verk\u00e4ufer &lt; mhd. ,eier\u00e6\u2018; Ay ist die Kurzform von Ayrer, Airer.<br \/>\n<strong>Bach<\/strong>: 1) WN f\u00fcr jemanden, der an einem Bach wohnte. 2) HN zu dem h\u00e4ufigen ON Bach<br \/>\n<strong>Bacher, B\u00e4cher&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): 1) Nach der Wohnst\u00e4tte am Bach; 2) auch nach ON Bach und mit der Endung -bach; bayer. Pacher<br \/>\n<strong>Bachmann<\/strong>&nbsp;(WN): Nach der Wohnst\u00e4tte am Bach, einer, der am Bach wohnt.<br \/>\n<strong>Baldauf&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): obd. 1329 Baldolf in W\u00fcrttemberg, 1438\/39 Balduffe, Balduf, Balluf, Ballauf, Pallauf; mhd. ,balden\u2018 eilen, ,balde\u2018 verwegen, schnell, k\u00fchn + ,-(w)olf\u2018 Wolf &gt; \u00dcbernamen in Anlehnung an mhd. balde \u00bbschnell\u00ab und mhd. uf \u00bbauf\u00ab (etwa \u00bbder schnell aufsteht, Fr\u00fchaufsteher\u00ab).<br \/>\n<strong>Banner&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mhd. banier(e), mnd. ban(n)er \u00bbBanner, Fahne als f\u00fchrendes Zeichen einer Schar\u00ab. &gt; Fahnen-, Bannertr\u00e4ger<br \/>\n<strong>Bargel&nbsp;<\/strong>(WN): nnd. Barg = Berg, In N-Deutschland h\u00e4ufig vorkommender FN. Vermutlich nach der Wohnst\u00e4tte auf einem kleinen Barg; s. auch Bergel!<br \/>\n<strong>Barthold<\/strong>: germanischer Personen-name (~ Bartheld, Bartels)<br \/>\n<strong>Basch<\/strong>&nbsp;(VN): Kurzform zu Baschtian &lt; Sebastian<br \/>\n<strong>Baudendistel<\/strong>: Berufsname in Satzform (\u201eBau den Distel&#8220;), Distelanbauer: Ein Bauer, der viele Disteln in seinem Acker hatte? Heute in Baden-W\u00fcrttemberg anzutreffen.<br \/>\n<strong>Bauer<\/strong>&nbsp;(BN): \u00c4hnlich wie Schmidt usw. deutet dieser Name auf den Beruf seines urspr\u00fcnglichen Tr\u00e4gers hin.<br \/>\n<strong>Bauernhuber<\/strong>: BN f\u00fcr einen Bauern, der auf einer Hufe wirtschaftete. Siehe Huber!<br \/>\n<strong>Baumgartner&nbsp;<\/strong>(WN): An einem Obst- oder Baumgarten wohnend, auch Besitzer von solchen (Obstg\u00e4rtner)<br \/>\n<strong>Baumstark<\/strong>: stark wie ein Baum<br \/>\n<strong>Baus<\/strong>: mhd. bus \u00bbF\u00fclle\u00ab oder zu mhd. busch &gt; Bausch, Beule, H\u00fcgel: 1) \u00dcN, jemand mit dicken Backen, 2) \u00d6N, nach der Wohnst\u00e4tte auf einer Anh\u00f6he, H\u00fcgel, (s. auch Paus, H\u00f6baus), 3) ON, Bausen, Bous u. a.<br \/>\n<strong>Bayer<\/strong>&nbsp;(HN): 1) Jemand, der aus Bayern stammt. 2) Seltener: Kaufmann, der Handelsbeziehungen dorthin unterhielt oder h\u00e4ufig dorthin reiste. Siehe auch Payer!<br \/>\n<strong>Beber&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): md. f\u00fcr Biber<br \/>\n<strong>Becht, Bechtel&nbsp;<\/strong>(KF): Kosename zu Bechtold; auch Bechtle<br \/>\n<strong>Bechtold&nbsp;<\/strong>(RN): &lt; Berthold: aus dem gleich lautenden, im Mittelalter besonders im s\u00fcddeutschen Raum beliebten Rufnamen (beraht + walt) entstandener Familienname. Aus der Vollform ist der niederdeutsche Familienname Barthold hervorgegangen. Im ober- und mitteldeutschen Raum begegnen uns die Varianten Berchtold, Perchtold, Perthold, B\u00e4chtold.<br \/>\n<strong>Beck, Becker<\/strong>: BN B\u00e4cker&nbsp;<br \/>\n<strong>Behringer, Beringer<\/strong>&nbsp;(ON): Einer, der aus Behringen oder B\u00f6hringen\/W\u00fcrttemberg stammt.<br \/>\n<strong>Beigelbeck, Beiglbeck&nbsp;<\/strong>(BN): B\u00e4cker, der sich auf das Backen von Beigeln (Mohn-, Nu\u00dfrollen) spezialisiert hat. Heute in M\u00fcnchen und Umgebung, Baden-W\u00fcrttemberg (Geislingen, Backnang)<br \/>\n<strong>Beller&nbsp;<\/strong>(\u00dcN<strong>)<\/strong>: obd.-w\u00fcrtt. Beller, Peller = Z\u00e4nker &lt; mhd. \u2018bellen\u2018 keifen, zanken, streiten (s. auch Peller)<br \/>\n<strong>Benesch<\/strong>&nbsp;(VN): Tschechisch f\u00fcr den m\u00e4nnlichen Vornamen Benedikt (= lat. der Gesegnete) Benisch<br \/>\n<strong>Benisch&nbsp;<\/strong>(VN) = Benesch, beliebte KF von Benedikt mit slaw. Suffix.<br \/>\n<strong>Berber&nbsp;<\/strong>(ON): Herkunft aus dem Ort Berber b. Kevelaer<br \/>\n<strong>Berend, Berendi<\/strong>&nbsp;ist vom VN Bernd, Bernhard, Behrendt abzuleiten. In den Kanzleien k\u00f6nnte das t mit einem i verwechselt worden sein, so dass aus dem Vomamen Behrendt ein scheinbar ungarischer Familienname Berendi entstand. Heute h\u00e4ufig in SW-Deutschland (Trier, Saarburg, Mettlach, Saarbr\u00fccken, Mainz), aber auch in Hamburg, Berlin, M\u00fcnchen, Duisburg.<br \/>\n<strong>Bergel&nbsp;<\/strong>(ON): nach einem ehemaligen ON in Bayern entstandener FN.<br \/>\n<strong>Berger<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): Nach der Wohnst\u00e4tte am Berge, am Berg Wohnender; eventuell auch Bergmann, Grubenarbeiter (&gt; Horny\u00e1k, Huj)<br \/>\n<strong>Bergmann<\/strong>: 1) \u00d6N: jemand, der am oder auf dem Berg wohnte; 2) Nach ON wie Berg, Berga, Berge, Bergen; 3) BN f\u00fcr den Arbeiter in einem Bergwerk oder in einem Steinbruch<br \/>\n<strong>Bernwallner&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Bern = B\u00e4ren, Wallner = Waldner &gt; der aus dem B\u00e4renwald. Heute in Rottenburg, Freiburg i. Br., Pocking.<br \/>\n<strong>Bertschi&nbsp;<\/strong>(KN): alem.-schw\u00e4b. Kosename zu Berthold; solche Familiennamen sind auch Bersch, Bertsch(i), Bertschmann, Birtsch(i), Betsch(el) und Be\u00df, Besse. (s. auch Pertschi)&nbsp;<br \/>\n<strong>Biber, Bieber<\/strong>: 1) \u00dcN f\u00fcr den Biberj\u00e4ger; 2) Vereinzelt nach den ON Biber (Bayern, \u00d6sterreich) oder Bieber (Hessen) oder Hausname.<br \/>\n<strong>Bierbaum&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): nach der Wohnst\u00e4tte am Birnbaum &lt; mhd. ,birboum\u2018<br \/>\n<strong>Bindorf(f)er&nbsp;<\/strong>: ? nach ON Bindorf<br \/>\n<strong>Birck, Birk&nbsp;<\/strong>1) WN f\u00fcr jemanden, der unter Birken bzw. bei einer auff\u00e4lligen Birke wohnte; 2) HN zu ON wie Birk, Birka, Birken.&nbsp;<br \/>\n<strong>Blandl<\/strong>: bay.\/\u00f6sterr. KF zu Blanda, Blandine; &lt; (lat. blandus, -a, -um \u00bbschmeichelnd, liebkosend; freundlich; reizend\u00ab)<br \/>\n<strong>Blaschek&nbsp;<\/strong>(VN): slawische Form von Blasius (zu Blazek) [ung. Bal\u00e1zs]<br \/>\n<strong>Blaufinger&nbsp;<\/strong>(BN): Meint einen Menschen mit blauen Fingern, wie etwa den Blauf\u00e4rber. Blau ist z. T. auch j\u00fcdisch und bedeutet ,jung\u2018. Finger deutet nicht nur auf auff\u00e4llige Finger hin, sondern steht auch f\u00fcr ,Fingerring\u2018, d. h. Goldschmied, der Ringe herstellt.&nbsp;<br \/>\n<strong>Blaumann&nbsp;<\/strong>(BN\/\u00dcN): 1) Name f\u00fcr den Blauf\u00e4rber (BN); 2) Name f\u00fcr Menschen mit blauer (Berufs)Kleidung (\u00dcN)<br \/>\n<strong>Bleier, Bleyer, Pleier<\/strong>&nbsp;(BN): Blei, Bley &gt; Bleier, Bleyer = Bleigie\u00dfer, Bleiarbeiter<br \/>\n<strong>B\u00f6hm&nbsp;<\/strong>(HN): Abstammung &gt; der B\u00f6hme, Tscheche (auch: Pehm); manchmal auch auf die Beziehung nach B\u00f6hmen hindeutend.<br \/>\n<strong>Bohn, Bon<\/strong>&nbsp;1)(\u00dcN) Bohnenz\u00fcchter; 2) Spottname; 3) verk\u00fcrzte Form von Bonifatius&nbsp;<br \/>\n<strong>Boos&nbsp;<\/strong>(ON): FN zu dem h\u00e4ufigen Ortsnamen Boos (v. a. in S-Deutschland).<br \/>\n<strong>B\u00f6rner<\/strong>&nbsp;(BN): mhd. ,bornen, burnen, brennen\u2018 anz\u00fcnden, mit Feuer verw\u00fcsten &gt; f\u00fcr den Aschen-, Branntwein-, Kalk-, Kohlen- und Ziegelbrenner<br \/>\n<strong>B\u00f6s&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): obd. B\u00f6s, B\u00f6\u00df; auch B\u00f6se; Bezieht sich auf den Charakter eines Menschen = schlecht, b\u00f6se. Kommt auch in Verbindung mit Substantiven vor wie: B\u00f6seflug, B\u00f6sepfennig etc.<br \/>\n<strong>Bott<\/strong>: (BN) &#8222;Bote&#8220; Briefbott<br \/>\n<strong>Botz&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): 1) Wie Butz = Knirps (kleiner Bube, Junge oder Mann), Poltergeist (~ Butzmann); 2) KuF und KF von Burkhard Botz, B\u00f6tz, Butz<br \/>\n<strong>Botzheim<\/strong>: 1) Nach Mitteilung von Istv\u00e1n Botzheim (9. Aug. 2006) stammt der Name von dem els\u00e4ssischen Dorf Botzheim am Rhein ab. Er schreibt weiter: &#8222;Der Dorfname stammt von dem deutschen Namen Bodo und vom Wort Heim. \u00dcbrigens, sind die Botzheim&#8217;s &#8218;Unterelsaessischer Uradel mit dem Stammhause Bootzheim bei Markolsheim, der mit Craft von Botzheim, Domhern zu Basel, 13.10.1309 Urkundlich zuerst erscheint&#8230;&#8216; GENEALOGISCHES HANDBUCH DES ADELS Adelslexikon Band II. C.A.Starke Verlag 1974; 2) vermutlich \u00d6N abgeleitet aus Botz + -heim = Jemand, der in einem kleinen Heim wohnte.<br \/>\n<strong>Brand<\/strong>: PN Brand (&lt; KuF zu PN Hilderbrand)<br \/>\n<strong>Brandl<\/strong>: KF zu Brand<br \/>\n<strong>Brambauer<\/strong>: aus Bram und Bauer zusammengesetzter FN: Bram = mnd. ,bram\u2018 Besenginster oder Brombeere bzw. mhd. ,brame\u2018 Dorngestr\u00e4uch; Brahm bedeutet auch Sumpf, Geb\u00fcsch. Ein Bauer, der seinen Hof an einem Sumpf oder Geb\u00fcsch hatte.<br \/>\n<strong>Brandhuber<\/strong>&nbsp;(BN): 1) ? &lt; PN Brand (&lt; KuF zu PN Hilderbrand) + BN Huber; 2) ? &lt; Bauer, dessen Hufe mit Brand gerodet wurde.<br \/>\n<strong>Braneburger&nbsp;<\/strong>(ON): vermutlich auf den ON Brannenburg\/Oberbayern zur\u00fcckgehender FN.<br \/>\n<strong>Brasch&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mnd. \u2018brasch\u2018 L\u00e4rm &gt; ndd. ,Braasch, Brasch\u2018 Polterer, L\u00e4rmer<br \/>\n<strong>Breitenstein&nbsp;<\/strong>: ON (Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Baden-W\u00fcrttemberg, Rheinland-Pfalz, etc.<br \/>\n<strong>Bresch<\/strong>:1) HN zu dem Ortsnamen Bresch (Brandenburg) 2) \u00dcN zu mnd. \u00bbbresch, brasch\u00ab Krach, Gebr\u00fcll, L\u00e4rm, l\u00e4rmendes Gepr\u00e4nge<br \/>\n<strong>Braun<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): Familienname, der sich auf die Augen-, Haar- oder Bartfarbe des Tr\u00e4gers bezieht.<br \/>\n<strong>Brecht<\/strong>, auch Brechtel, Brechtle: KF zu Albrecht (s. dort)<br \/>\n<strong>Brind(e)l<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): ~ Br\u00fcndel<br \/>\n<strong>Brothag<\/strong>&nbsp;Zusammengesetzter Name: Brot (\u00dcN f\u00fcr B\u00e4cker) + hag (Hag = Hecke, Geb\u00fcsch u. a.) = B\u00e4cker an der Hecke<br \/>\n<strong>Bruder<\/strong>: Aus vertrauter Anrede entstandener Familienname ( &lt; slaw. Pratz).&nbsp;<br \/>\n<strong>Br\u00fcndel&nbsp;<\/strong>(ON): ON Br\u00fcndeln oder \u00d6N Br\u00fcndel &lt; ua-Dialekt \u2018Br\u00fcndel, Brindel\u2018 Quelle &gt; an der Quelle Wohnender&nbsp;<br \/>\n<strong>Brunner&nbsp;<\/strong>(ON): obd. zu den vielen ON Brunn (Br\u00fcnn) in Bayern und Tirol; eventuell am Brunnen wohnend oder Brunnengr\u00e4ber, -mann. Heute anzutreffen in Franken und im \u00fcbrigen S-Deutschland.<br \/>\n<strong>Brunnthaler, Bruntaller<\/strong>: (\u00d6N) Einer im einen Tal mit Brunnen Wohnender. Mit -th geschrieben kommt er v. a. in Alt-Bayern vor.<br \/>\n<strong>Bundschuh<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): Schn\u00fcrschuh der Bauern im Mittelalter; beim Bauernaufstand 1525 Feldzeichen der Aufst\u00e4ndischen; Schn\u00fcrschuhtr\u00e4ger oder aufr\u00fchrerischer Mensch(?). Heute v. a. in N-Baden und im \u00fcbrigen Baden-W\u00fcrttemberg weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Burger, Burgert&nbsp;<\/strong>(BN und ON): mhd. ,burg\u00e6re, -er\u2018 Bewohner einer Burg, B\u00fcrge; auch ON Burg &gt; Burger; mit -t ostd. Variante<br \/>\n<strong>Busch<\/strong>(\u00d6N): mhd. busch, bosch(e) ,Busch, Geh\u00f6lz, Wald\u2018 &gt; f\u00fcr einen, der am Busch wohnt&nbsp;<br \/>\n<strong>Buser<\/strong>: \u00dcN, Schwelger<br \/>\n<strong>Ciwis, Civi\u00df<\/strong>: K\u00f6nnte vom lat. Wort Civis = B\u00fcrger kommen, aber wahrscheinlicher ist die Herkunft von den PN Zerbi\u00df, Zerfa\u00df, Zervas, Zirfa\u00df &lt; Servaes, Servatius. Demnach w\u00e4re Civi\u00df eine KF des Vornamens Servatius. Heute in Leverkusen, Krefeld u. a.<br \/>\n<strong>Czerny<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): slaw. ,czerny\u2018 Schwarz, d. h. ein Mensch mit dunklen Haaren<br \/>\n<strong>Csulits<\/strong>: slaw. VaN zu Csul (S. 96 in: Ungarische Familiennamen im deutschen Sprachgebiet)<br \/>\n<strong>Danninger<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): VaN zu Tann, d. h. jemand, der im Tannenwald wohnt.<br \/>\n<strong>Dantmann&nbsp;<\/strong>(BN): Tandler, Tr\u00f6dler mit getragener Kleidung handelnd. Heute in Oberbayern anzutreffen.<br \/>\n<strong>Deberling<\/strong>&nbsp;(BN): Vermutlich von D\u00e4beler, D\u00e4bel (Mecklenburg) = mnd. dobeler \u00bbW\u00fcrfelspieler, W\u00fcrfeldrechsler. Heute in Baden-W\u00fcrttemberg (Heidenheim, Weil der Stadt, Ditzingen u. a.) vorkommend.<br \/>\n<strong>Deckmann&nbsp;<\/strong>(BN): wird von Decke &gt; Decker &gt; Dachdecker abgleitet: Kurzform Deck + Suffix -mann<br \/>\n<strong>Deibel&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mnd. ,duvel\u2018 Teufel &lt; b\u00f6ser, ungl\u00e4ubiger Mensch; auch Deubel, Teubel, Deifel, Teifel, Toifel<br \/>\n<strong>Denke, Dencke<\/strong>: 1) KF von Rufnamen, die mit dem Namenwort \u203athank\u2039 gebildet sind (z.B. Dankward[t]); 2) Nach dem ON Denkte (Niedersachsen).<br \/>\n<strong>Denner&nbsp;<\/strong>(zu Tanne): Bewohner einer mit Tannen bestandenen Gegend (Flurname) oder vom ON T(h)ann (~ Don, Stuhldon). In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Dermer&nbsp;<\/strong>(wie Darmer): slaw. PN<br \/>\n<strong>Detrich&nbsp;<\/strong>(PN): verm. eine Form von Dietrich (&lt; Volksheld Dietrich von Bern &lt; Name des Gotenk\u00f6nigs Theoderich, 5. Jh.)<br \/>\n<strong>Deutsch&nbsp;<\/strong>(HN): In Grenzgebieten mit gemischter Bev\u00f6lkerung \u2018der Deutsche\u2018, Stammesname<br \/>\n<strong>Dietsche\/Dietschi<\/strong>: 1. Bedeutete urspr\u00fcnglich Kloster-, Kirche- in Verbindung mit Schuler (= Sch\u00fcler) \u00bbKloster-, Kirchensch\u00fcler, angehender Kleriker, Student, Scholar\u00ab. Aus einer alemannischen Koseform von Rufnamen, die mit \u00bbDiet-\u00ab beginnen (z. B. Dieterich &lt; s. Detrich), entstandener Familienname. Oft anzutreffen in M\u00f6nchengladbach und Umgebung. Auch in Todtnau und Umgebung (S-Schwarzwald). Ungarn wurde daraus D\u00e9csi.<br \/>\n<strong>Dimmlinger<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): Dimmel [ = bair. Demmel = der Schlemmer &lt;&nbsp; mhd. ,demmen\u2018 schwelgen] + VaN-Suffix -inger &gt; Sohn des Schlemmers<br \/>\n<strong>Dollenstein&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): verm. von Dohlenstein abgeleiteter Name &gt; Jemand, der am Dollenstein wohnt.<br \/>\n<strong>D\u00f6rr&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): Kommt in SW-Deutschland (Saarland, Pfalz) vor und bedeutet d\u00fcrr &gt; der D\u00fcrre, der Magere; auch Doerr, Derr, Dirr (Sachsen, \u00d6sterreich)&nbsp;<br \/>\n<strong>Dresel<\/strong>: 1. Aus einer Koseform von Andreas entstandener Familienname. 2. Herkunftsname zu dem Ortsnamen Dresel (Nordrhein-Westfalen). Auch: Tres(e)l. Tresel und Tressel bzw. Dresel und Dressel werden vielfach miteinander gleichgesetzt.&nbsp;<br \/>\n<strong>Dressel<\/strong>: verschliffene Form von Drechsel. BN zu mhd.&nbsp;<em>dr\u00e6hsel<\/em>\u00bbDrechsler\u00ab. Au\u00dfer den Holzdrechslern, die z. B. h\u00f6lzerne Becher und anderen Hausrat herstellten, aber auch beim Hausbau mitwirkten, gab es im Mittelalter noch die Metalldrechsler, die zu den Rotschmieden geh\u00f6rten und Messingwaren bearbeiteten, des Weiteren Bernstein-, Bein-(Knochen-), Horn- und Elfenbeindrechsler. Drechsel ist a. 1302 in N\u00fcrnberg bezeugt. Weitere Formen: Dressel, Drexel. Auch: Tress(e)l<br \/>\n<strong>Dresch&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): verm. Kurzform zu BN Drescher (Jemand, der mit dem Dreschflegel Getreide ausdrischt.)<br \/>\n<strong>Drexler&nbsp;<\/strong>(BN): Abgewandelte Schreibweise des BN Drechsler (&gt; auch Tressel)<br \/>\n<strong>Eber<\/strong>: 1) KU von RuN, die mit \u00bbEber-\u00ab beginnen (wie Eberhard); 2) \u00dcN nach der Tierbezeichnung f\u00fcr einen starken Menschen; 3) Hausnamen (\u00bbZum Eber\u00ab)<br \/>\n<strong>Eberle<\/strong>&nbsp;Aus der schw\u00e4b. KF zu VN Eberhard entstandener FN.<br \/>\n<strong>Ebert<\/strong>: VN Eberhart (&gt; bei Eberhardt)<br \/>\n<strong>Eberhardt<\/strong>&nbsp;(VN): Nach dem mhd.Vornamen Eberhard = stark wie mhd.Vornamen Eberhard (= stark wie ein Eber). Heute in Dortmund, D\u00fcsseldorf, Hannover, N\u00fcrnberg, Stuttgart, M\u00fcnchen, W\u00fcrzburg, Bruchsal.<br \/>\n<strong>Eck(e)l&nbsp;<\/strong>(VN): einst beliebte KF zu Eckehard<br \/>\n<strong>Ecker&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): nach der Wohnst\u00e4tte an der Ecke; auch Egger; auch KF Eckhardt<br \/>\n<strong>Eckler<\/strong>&nbsp;1) VaN zu Eck(e)l; 2) Gelegentlich HN zu dem ON Eckel (Niedersachsen, Rheinland-Pfalz)<br \/>\n<strong>Edel, Edl&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): 1) Meint den Freien, Nichth\u00f6rigen, auch den Vornehmen, Adligen (Graf &#8211; Ritter &#8211; Edelmann). 2) KF zu Albrecht oder zu Adelheid<br \/>\n<strong>Eder<\/strong>: 1) obd. ON zu mhd. ,de\u2018 unbebauter und unbewohnter Grund; 2) Im alemannischen und niederdeutschen Bereich Wohnst\u00e4ttenname zu mhd. ,\u00ebter\u2018 geflochtener Zaun, Umz\u00e4unung (um einen Hof oder eine Ortschaft), mnd. ,eder\u2018 geflochtener Zaun, das eingez\u00e4unte Feld. 3) HN zu den h\u00e4ufigen ON Ed, Edt, \u00d6d, Oed, Eder (Bayern, \u00d6sterreich)<br \/>\n<strong>Ederle<\/strong>:&nbsp;1) Aus der schw\u00e4b. KF zu VN Edel &lt; Albrecht entstandener FN. 2) schw\u00e4b. KF zu Eder (= \u00d6der) &lt; h\u00e4ufiger Flur- und ON<br \/>\n<strong>Ehrenreiter&nbsp;<\/strong>(ON): &lt; ON Ehrenreith\/Bayern<br \/>\n<strong>Eger<\/strong>: 1) obd. zum Bach- und ON Eger, Egerer, Egern; 2) Eger: BN f\u00fcr den eggenden Bauern<br \/>\n<strong>Eich:<\/strong>&nbsp;1) \u00d6N zu mhd. \u00bbeich\u00ab Eiche: \u00bbwohnhaft unter Eichen oder bei einer gro\u00dfen Eiche\u00ab. 2) ON Eich, Eiche, Eichen. 3) Manchmal auch ein Hausname<br \/>\n<strong>Eichardt, Eichhardt<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): Hart wie die Eiche, ein starker, ausdauernder Mensch. In Berlin, Erfurt, M\u00fcnster, Schwerin, Ludwigshafen, Kandel u. a.<br \/>\n<strong>Eicher<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): obd. Eich &lt; Eicher &lt; Eichler &lt; Eichner (alle deuten auf die Wohnst\u00e4tte unter den Eichen hin)<br \/>\n<strong>Eichhorn&nbsp;<\/strong>(\u00dcN) &lt;z. T. Hausname, z. T. Mensch, der Vorr\u00e4te sammeltEckhard<br \/>\n<strong>Eigner<\/strong>: Besitzer eines Eigengutes im Gegensatz zum Erblehen; in Tirol auch oft Hofname. In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Eipl, Eybel, Eibl<\/strong>&nbsp;(ON): Bewohner eines Hauses am Eibengeh\u00f6lz (Flurnamen). Heute vor allem in O-Deutschland und Berlin sowie in Dortmund vorkommend. (Siehe: Ybl)<br \/>\n<strong>Eisele<\/strong>: gebildet von isen ,Eisen\u2018 &gt; Isenlin, Isely, Iseke &gt; Eisel(e), Eisenmann &gt; Rufname Isan[hart] oder \u00dcN eines Schmieds\/Eisenh\u00e4ndlers<br \/>\n<strong>Eisenbart(h)<\/strong>: \u00dcN seit dem Mittelalter Isenbart &lt; eisenharter Mensch oder der Eisenschmied<br \/>\n<strong>Eisenbeck<\/strong>: \u00e4ltere Ableitung f\u00fcr jemand, der aus einem Ort namens Eisenbach (Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-W\u00fcrttemberg) stammt.<br \/>\n<strong>Eiser<\/strong>: Eisenmann, -h\u00e4ndler<br \/>\n<strong>Ellbacher&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): am Ellbach wohnender Mensch (Bach in Saarlouis\/Saarland)<br \/>\n<strong>Ellinger&nbsp;<\/strong>(ON): Herkunft aus Ellingen (Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern), Elling (\u00d6sterreich)<br \/>\n<strong>Elmauer<\/strong>: ON, aus Elmau<br \/>\n<strong>Elser<\/strong>: ON Elsen, Elsa; \u00d6N Els = Erle<br \/>\n<strong>Emke&nbsp;<\/strong>(PN): = Ehm(c)ke; 1) Beide sind Varianten zu den PN Eimicke, Eimcke, Eime(n), Eims. 2) Emke\/Amke sind KF zu Amal[gard]. V. a. in N-Deutschland verbreitet.<br \/>\n<strong>Emmer&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): 1) obd.-bair. Emmer (eine alte Weizenart), ein Bauer, der Emmer angebaut hat. 2) geht auch auf das bair. Wort &#8218;Emmer, Eimer und ein altes Hohlma\u00df zur\u00fcck. 3) Aus dem alten deutschen Rufnamen Agimar (agi + mari) entstandener FN.<br \/>\n<strong>Endres<\/strong>&nbsp;(VN): obd. Formen f\u00fcr Anders, Andres = Andreas (= der M\u00e4nnliche oder der Nacheifernde). Heute in Bayern (W\u00fcrzburg), Baden-W\u00fcrttemberg, Saarland; Kassel.<br \/>\n<strong>Engel&nbsp;<\/strong>(KN): z. T. KN zu Engelhard, z. T. auch Hausname (mit einer Engelstatue oder -gem\u00e4lde im Hausgiebel)<br \/>\n<strong>Engl\u00e4nder&nbsp;<\/strong>(HN): auch Englender; Jemand, der aus England stammt.<br \/>\n<strong>Erbeskorn&nbsp;<\/strong>(BN): Erbsenh\u00e4ndler; zusammengesetz aus Erbes (mundartl. Erwes = Erbse) und Korn (BN f\u00fcr Getreideh\u00e4ndler).<br \/>\n<strong>Erkel&nbsp;<\/strong>(PN): Wie Ergele, Erk, Erken(s), Erkmann Kurzform zum german. PN Erkenbrecht bzw. Erkenger.<br \/>\n<strong>Erl<\/strong>: germ. \u203aerl\u2039 freier Mann, edler Krieger<br \/>\n<strong>Ernst<\/strong>&nbsp;(PN): deutscher RN (ahd. ernust \u00bbErnst, Eifer; Kampf, Sorge\u00ab)<br \/>\n<strong>Etter(er)<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): nach der Wohnst\u00e4tte am Etter, mhd. eter ,Dorfzaun\u2018 eter-z\u00fbn ,geflochtener Gartenzaun\u2018<br \/>\n<strong>Faulstich&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): zu mhd. vul \u00bbfaul, tr\u00e4ge\u00ab und mhd. stich \u00bbStich\u00ab, der am ehesten f\u00fcr einen wenig arbeitsamen Schneider oder Schuster aufgekommen ist.<br \/>\n<strong>Faust&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): Wie obd.\/schw\u00e4b. F\u00e4ustle, Feistle, ndd. Fust, F\u00fcsting &gt; Jemand, dessen Faust zu f\u00fcrchten ist oder Faustk\u00e4mpfer. &lt; mhd., mnd. ,vust\u2018 Faust; selten lvon at. ,faustus\u2018 begl\u00fcckend, g\u00fcnstig, Gl\u00fcck bringend<br \/>\n<strong>Fay, Fey(e)<\/strong>: verk\u00fcrzte Form des weiblichen Rufnamens Sophie (griech. \u00bbsoph\u00eda\u00ab Weisheit); Als Rufname geht Sophie auf den Namen einer r\u00f6mischen M\u00e4rtyrerin des 2.Jh. zur\u00fcck, die im Mittelalter besonders im Elsass verehrt wurde.<br \/>\n<strong>Fechner&nbsp;<\/strong>(KF): Patronym zu Fech (Vech) &lt; KF zu slaw. Venczlaw<br \/>\n<strong>Feil, Fail, Feiler<\/strong>&nbsp;(BN): Feilenhersteller, -schmied. In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Fein, Fain&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): ,fein, h\u00f6fisch vornehm\u2018 (in Benehmen und Kleidung) &lt; mhd. ,fin\u2018 mit dem Ritterwesen aus Frankreich \u00fcber die Niederlande ,fijn\u2018 zuerst am Rhein um 1200 anzutreffen.<br \/>\n<strong>Feith, Faith&nbsp;<\/strong>(VN): Veit(h): 1) r\u00f6mischer&nbsp;Name Vitus (? lat. vita \u00bbLeben\u00ab) &gt; heiliger Vitus &gt; weitere FN Vaith, Vaitl, Fait(h), Fei(d)t, Feix; 2) Amtsnamen zu mhd. voit \u00bbRechtsbeistand, Verteidiger, beaufsichtigender Beamter, h\u00f6herer weltlicher Richter, Gerichtsbeamter\u00ab.<br \/>\n<strong>Felber<\/strong>: ON Felben (mehrfach in Oberbayern und Schwaben) oder Felbern (Oberbayern, \u00d6sterreich)<br \/>\n<strong>Feld<\/strong>: 1) \u00d6N zu Feld, Fl\u00e4che, Ebene; 2) ON h\u00e4ufig<br \/>\n<strong>Feldhoffer&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): nach der Wohnst\u00e4tte am Feld &lt; Hof auf dem Feld<br \/>\n<strong>Feller<\/strong>: 1) Berufs\u00dcN zu mhd. \u00bbv\u00ebl\u00ab Haut, Fell f\u00fcr den Fellh\u00e4ndler. 2) ON Fell bei Trier (Rheinland-Pfalz), Fellen, Felln (Bayern)<br \/>\n<strong>Fellner, Feldner&nbsp;<\/strong>(ON): zum mehrfachen ON Felden, Velden<br \/>\n<strong>Fend(t), Fendel, Fenderl<\/strong>: obd. FN &lt; mhd. ,vende, vent, vendel(in)\u2018 Bube, Knabe, Fu\u00dfknecht, im Schachspiel ,Bauer\u2018<br \/>\n<strong>Ferch&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Flurname an der Elbe bei Genthin (~ Ferchland, Ferchesar)<br \/>\n<strong>Ferling&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): ? Ferkelh\u00e4ndler &lt; mhd. ,verlin = verhelin\u2018 Ferkel<br \/>\n<strong>Fernek\u00e4s, Ferneke\u00df<\/strong>&nbsp;(BN): \u00bbfem, firn\u00ab = Voj\u00e4hrig, alt, abgelagert (Schnee, Wein), Bauer, der reifen K\u00e4se herstellte. In der Pfalz (Worms, Mainz, u. a.) und im Saarland anzutreffen.<br \/>\n<strong>Fiebig(er)<\/strong>: 1) WN zu mhd. vihew\u00ebc \u00bbViehweg\u00ab, dem Weg, auf dem das Vieh zur Weide getrieben wurde. 2) HN zu dem ON Fiebig (Schlesien).&nbsp;<br \/>\n<strong>Fieder(er), Fider&nbsp;<\/strong>(BN): obdt.-schw\u00e4b. zu ,viederen\u2018 Pfeile befiedern<br \/>\n<strong>Fiedler<\/strong>: BN zu mhd. \u00bbvidel\u00e6re\u00ab Fiedler, Geiger<br \/>\n<strong>Filips&nbsp;<\/strong>(VaN): Kommt von dem m\u00e4nnlichen VN Philipp und bedeutet Sohn des Philipp = Philipps (gr. Pferdefreund).<br \/>\n<strong>Filsinger<\/strong>: 1) HN nach ON Filzingen (Altenstadt\/Iller) &lt;&nbsp; mhd. \u00bbvilz\u00ab Moor, Moorgrund; 2) \u00dcN zu mhd. vilz \u00bbFilz; grober oder geiziger Mensch\u00ab + VaN-Suffix -inger &gt; Sohn des Filz<br \/>\n<strong>Fisch, Fischel, Fischl, Fischer<\/strong>&nbsp;(BN): FN, dessen urspr\u00fcnghche Tr\u00e4ger Fischer oder Fischh\u00e4ndler von Beruf waren.<br \/>\n<strong>Firtl<\/strong>&nbsp;nach Viertel mhd. ein Fl\u00e4chenma\u00df, daher Hofname in Tirol, Vierteler, ein Viertel-Bauer<br \/>\n<strong>Fitz&nbsp;<\/strong>(VN): KF zu Viecens &lt; Vinzenz (schlesischer Heiliger) (auch: Fietz, Fi(e)tzke, Fi(e)tzek etc.)<br \/>\n<strong>Flammisch<\/strong>: 1) Berufs\u00dcN zu mhd. \u00bbvlam(me)\u00ab Flamme f\u00fcr einen Handwerker, der mit Feuer arbeitete (z.B. einen Schmied); 2) \u00dcN nach einem bildlichen Vergleich<br \/>\n<strong>Fleckenstein<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): Burg in den Vogesen in Nord-Elsass\/Frankreich. Heute in S-Hessen, Odendwald, Spessart, N-Pfalz anzutreffen.<br \/>\n<strong>Flei\u00df&nbsp;<\/strong>(BN): Berufs\u00fcbername von Fleischer, Fleisch|mann, -hacker, -hauer, -ner &lt; mhd. ,vlei\u00df, vleisch\u2018 Fleisch; auch&nbsp;<strong>Flai\u00df, Flei\u00dfner<br \/>\nFleischhacker<\/strong>(BN): Bezeichnung f\u00fcr den Metzger oder Fleischhauer. In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Follath, Vollath&nbsp;<\/strong>(PN): &lt; Vollandt &lt; Vollant &lt; Vollat &lt; germ. PN, der von Volkenand &gt; Volk-nand ,im Volke k\u00fchn\u2018 ableitet wird.<br \/>\n<strong>Folmeg&nbsp;<\/strong>(VN): geht auf Volkmar (im Volke beliebt)&gt; Vollmar &gt; Follmar &gt; Folm + VN-Suffix -eg zur\u00fcck.<br \/>\n<strong>Fodermayer&nbsp;<\/strong>(BN): Vordermayer &gt; der Besitzer oder Verwalter des vorderen Mayerhofes<br \/>\n<strong>Frank&nbsp;<\/strong>(HN): Volksname der Franken, z. T. auch Vorname<br \/>\n<strong>Franz, Frantz&nbsp;<\/strong>(VN): nach dem heiligen Franciscus von Assisi<br \/>\n<strong>Frech<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): Vom mhd. \u00bbvrech\u00ab (= k\u00fchn, keck, verwegen, lebhaft) abgeleiteter Eigenschaftsname. In SW-Deutschland u. a.<br \/>\n<strong>Freislebeben<\/strong>&nbsp;jemand, der ein freies Leben f\u00fchrt.<br \/>\n<strong>Frenkel&nbsp;<\/strong>(HN): obd. Franke<br \/>\n<strong>Frey<\/strong>: der Freie im Gegensatz zum H\u00f6rigen (Unfreien). In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Frischmann&nbsp;<\/strong>(KF): meist Koseform zu Friedrich (auch:&nbsp;<strong>Frisch<\/strong>)<br \/>\n<strong>Fritz&nbsp;<\/strong>(PN): &lt; obd. KF zu Friedrich; ung. Schreibung. Fricz<br \/>\n<strong>Fr\u00fchwirt(h)<\/strong>: BN, fr\u00fch aufstehender Wirt&nbsp;<br \/>\n<strong>Fuchs<\/strong>: Teils schlau wie ein Fuchs, teils \u00bbrothaarig\u00ab, teils Hausname: In S\u00fcddeutschland ist es heute noch \u00fcblich, da\u00df bestimmte H\u00e4user am Giebel mit Tier- oder sonstigen Figuren geschm\u00fcckt werden (wie Hirsch, Ochs, Storch, Fuchs). In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>F\u00fcgenschuh:<\/strong>&nbsp;Berufs\u00dcN in Satzform (\u00bbgestalte\/f\u00fcge den Schuh zusammen\u00ab) f\u00fcr einen Schuster.<br \/>\n<strong>Fuhrmann&nbsp;<\/strong>(BN): vom Mittelalter bis zum 20. Jh. verbreiteter Beruf v. a. mit Pferdefurhwerken; Mensch, der Waren transportierte.<br \/>\n<strong>F\u00fcrcht<\/strong>&nbsp;(ON): ON F\u00fcrcht &gt; FN ohne Endung; event. auch \u00dcN F\u00fcrcht f\u00fcr einen \u00e4ngstlichen Menschen<br \/>\n<strong>F\u00fcrst&nbsp;<\/strong>(BN): wohl im Dienst eines F\u00fcrsten (\u00e4hnlich Herzog) stehender Mensch oder unehelicher Nachkomme von einem solchen<br \/>\n<strong>Gackstatter&nbsp;<\/strong>: ON oder \u00f6rtlicher Name (\u00d6N) Gackstatt; (&lt; obd. = mhd. ,geck\u2018 albern, t\u00f6richt)<br \/>\n<strong>G\u00e4nsler&nbsp;<\/strong>: BN G\u00e4nsez\u00fcchter; Ableitung: von Gans &gt; G\u00e4ns(el), -lein<br \/>\n<strong>Gansperger&nbsp;<\/strong>(ON): ON oder \u00f6rtlicher Name (\u00d6N) Gansberg<br \/>\n<strong>Gebauer<\/strong>: BN oder \u00dcN zu mhd. gebur(e) \u00bbMiteinwohner, Mitb\u00fcrger, Nachbar, Dorfgenosse, Bauer\u00ab<br \/>\n<strong>Gebel&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mhd. ,gebel\u2018 Sch\u00e4del (Giebe); auch G\u00e4bel &gt; Mensch mit einer charakteristischen Kopfform<br \/>\n<strong>Geber&nbsp;<\/strong>(VN): verschliffen aus PN Gebhard (~ Gerbert, Gebers)<br \/>\n<strong>Geisler&nbsp;<\/strong>(PN): aus Giselher, Giseler hervorgegangen (Name des j\u00fcngsten Bruders Kriemhilds in der Nibelungensage)<br \/>\n<strong>Gei\u00dfb\u00fchl&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): nach der Wohnst\u00e4tte am Gei\u00dfh\u00fcgel, ein H\u00fcgel, wo Ziegen geweidet wurden.<br \/>\n<strong>Gelbmann&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): ~ Gehlha(a)r &lt; ein Mann mit gelben, d. h. blonden Haaren<br \/>\n<strong>Genzelmann&nbsp;<\/strong>(BN): ein zusammengesetzter FN: G\u00e4nsel + Mann &gt; G\u00e4nse|z\u00fcchter, -h\u00e4ndler, -hirte, wobei G\u00e4nsel\/Gansel im Oberdeutschen G\u00e4nsek\u00fccken, junge G\u00e4nse bedeutet. ~ Gansmann, G\u00e4nsler, Gansler<br \/>\n<strong>Georgi&nbsp;<\/strong>(PN): VaN Georg + patronym. Suffix -i [lat. Gen.] &gt; Sohn des G.<br \/>\n<strong>Gerescher&nbsp;<\/strong>(VaN): vermutlich Patronym zu Gers(ch) (Gerhards Sohn) + patronym. Suffix -er<br \/>\n<strong>Gerteis(en), Garteis(en)&nbsp;<\/strong>(BN): zu mhd. gart-\u00eesen ,Stachel, Treibstecken\u2018 &gt; Schmiedenamen<br \/>\n<strong>Gerstenbrein&nbsp;<\/strong>(BN): Gerste + bayr. Brein (= Brei) &lt; meint, wie Gerstenkorn, -garbe den Gerstenbauern.<br \/>\n<strong>Gi(e)gler<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): von Giegel = Narr. Mit -i- und -ie- geschrieben in ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Gie\u00dfwein<\/strong>: 1) G\u00f6\u00dfwein &lt; Go\u00dfwin &lt; germ. PN ,g\u00f4\u00df\u2018 = gauta (Volksnamen der Goten) + ,win\u2018 (Freund); 2) ON G\u00f6\u00dfweinstein (Franken); Ge\u00dfwein (Schwaben); 3) BN ,Weineingie\u00dfer\u2018 (Mundschenk: f\u00fcr Getr\u00e4nke verantwortlicher Hofbeamter auf F\u00fcrstenh\u00f6fen); Heute sind Ge\u00df- und Gie\u00dfwein als FN in ganz Deutschland verbreitet.<br \/>\n<strong>Gisch, Giesch<\/strong>: KF zu Giese, das wiederum aus dem alten deutschen Rufnamen Giso (gisal: einst\u00e4mmige Ausgangsform) hervorgegangen ist. Wird auch als Kisch geschrieben.<br \/>\n<strong>Glas<\/strong>&nbsp;(BN): Glasmann, -h\u00e4ndler<br \/>\n<strong>Glasenhardt&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): &lt; der k\u00fchne Klaus &lt; zusammengesetzter Name: Glasen (&lt; Klasen, Claasen &lt; Patronym zu Klaus) + Hardt (k\u00fchn, mutig)<br \/>\n<strong>Glaser<\/strong>&nbsp;(BN): Glaser, Glash\u00e4ndler, -hausierer<br \/>\n<strong>Glattfelder&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): vermutl. jemand, der am Glattfeld wohnt. (&lt; glatt = schlicht)<br \/>\n<strong>Glatz&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): Glatzkopf, Mensch ohne Kopfhaare<br \/>\n<strong>Glitsch, Glitscher, die Glitsche<\/strong>&nbsp;(BN): mhd. &#8222;glitze&#8220; Spie\u00df &gt; Glitsch-Schmied, d. h. Schmied, der solche Spie\u00dfe, Lanzen usw. herstellte.&nbsp;<br \/>\n<strong>Gl\u00f6ckler, Gl\u00f6ckner&nbsp;<\/strong>(BN): mhd. \u2018glocken\u00e6re, gl\u00f6ckeler\u2018 Gl\u00f6ckner<br \/>\n<strong>Gl\u00fcck<\/strong>: \u00dcN zu mhd. \u2018g(e)l\u00fccke\u2018 Gl\u00fcck, Geschick, Zufall; Geschickter Mensch<br \/>\n<strong>Gnam(m), Gnann<\/strong>&nbsp;(obd.): mhd. ,gnanne, gename\u2018 Namensbruder, Verwandter<br \/>\n<strong>Gogl&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): ~ G\u00f6gl, Gogler; mhd. \u2018gogel\u2018 ausgelassen, \u2018gogelen\u2018 Possen treiben &gt; Possentreiber, Spassmacher<br \/>\n<strong>G\u00f6gl&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): ~ Gogl, Gogler; mhd. \u2018gogel\u2018 ausgelassen, \u2018gogelen\u2018 Possen treiben &gt; Possentreiber, Spassmacher<br \/>\n<strong>Goldschmidt<\/strong>&nbsp;(BN): Goldschmied<br \/>\n<strong>G\u00f6lz, G\u00f6lzer&nbsp;<\/strong>(BN):&nbsp;auch Gelzer &lt; 1) obd. f\u00fcr Schweineschneider, Kastrierer; G\u00f6lz ist die Kurzform zu G\u00f6lzer; 2) ev. auch HN nach den ON G\u00f6lzdorf, G\u00f6lzenau<br \/>\n<strong>Gottfried&nbsp;<\/strong>: ein beliebter germanischer Taufname des Mittelalters; aus got + fridu gebildeter FN<br \/>\n<strong>Gottschall&nbsp;<\/strong>(VN): Seit Einf\u00fchrung des Christentums ein beliebter VN. ~Gottschalk, schles. Gottschling, Gottschlich, obd. Gottschald, Gottschall: \u201eGottesknecht\u201c<br \/>\n<strong>Gottschling&nbsp;<\/strong>(VN): schlesische Form zu Gottschall<br \/>\n<strong>Gottwald&nbsp;<\/strong>(VN): mundtartliche Form zu Got-bold, um 1200 ostfrk.-th\u00fcr. beim Adel beliebter VN<br \/>\n<strong>G\u00f6tz<\/strong>&nbsp;(VN): Koseform zu dem m\u00e4nnlichen Vornamen Gottfried. Weitverbreitet in ganz Deutschland.<br \/>\n<strong>Graner<\/strong>&nbsp;1) ? ON Gran 2) eventuell mundartliche Form von Greiner<br \/>\n<strong>Greger<\/strong>&nbsp;(VN): ndd. Gregor, der heiliger Gregorius (gr.,der Wachsame\u2019)<br \/>\n<strong>Grein&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mhd. grin = lautes Geschrei &gt; obd. greinen (schimpfen, schreien) &gt;&nbsp; Greiner, ein Mensch, der viel schreit (Schreihals). Siehe auch Krein.<br \/>\n<strong>Greschke<\/strong>&nbsp;(VN): slaw.-plon. Gregor<br \/>\n<strong>Grimm&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mhd. \u2018grim\u2018 grimmig &gt; ,grimmiger\u2018 W\u00fcterich &gt; \u00dcN f\u00fcr unfreundliche, grimmige Menschen<br \/>\n<strong>Grob&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): leitet sich von grob, derb ab. Vermutlich kommt der sp\u00e4ter auftauchende Familienname Grof auch von Grob, da das b im Volksmund oft als w gesprochen wird, so da\u00df aus Grob &gt; Grow &gt; Grof wurde. Der erste Grob wanderte 1733 ins Nachbardorf \u2013 Tolnau \u2013 ein. Die Grofs kamen im 20. Jh. von dort nach Tarian. Anzutreffen in Bochum, Bottrop, Essen, Herne, Solingen, Mannheim, Konstanz.<br \/>\n<strong>Grof, Graf<\/strong>: Aufsichtsbeamter mit Gerichtbefugnissen, Verwaltungs-beamter,Vogt, Aufseher, mitunter auch nur im Dienste eines Grafen Stehender (&gt; Grob). Heute anzutreffen in Kaiserslautern, Bad Kreuznach, Esslingen, Sigmaringen, Mannheim, M\u00fcnchen, Hannover, D\u00fcsseldorf und Berlin.<br \/>\n<strong>Grosch<\/strong>: \u00dcN zu mhd. \u00bbgros, grosse\u00ab Groschen (s. bei Gr\u00f6schl)<br \/>\n<strong>Gr\u00f6schl<\/strong>&nbsp;(BN): obd. Groschen, Gold- oder Silberm\u00fcnze; inderekter BN: Jemand, der mit Geldeinnehmen zutun hat. Mit -el geschrieben heute anzutreffen in Erlangen, M\u00fcnchen, Regensburg, N\u00fcrnberg, Karlsruhe und Hamburg.<br \/>\n<strong>Gro\u00dfmann<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): Ein gro\u00dfer Mensch. In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Grosschmid&nbsp;<\/strong>(BN): zusammengesetzt aus Gro\u00df (\u00dcN, gro\u00dfer Mensch) + BN, Schmied<br \/>\n<strong>Gruber<\/strong>:Meint den in einer Grube Wohnenden (z. B. Lehmgrube)<br \/>\n<strong>Grund, Grundner<\/strong>: 1) WN zu mhd., mnd. grunt \u00bbNiederung, Talgrund\u00ab f\u00fcr jemanden, der im Tal wohnte. 2) HN zu dem h\u00e4ufigen ON Grund (Bayern, Baden-W\u00fcrttemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Schlesien, \u00d6sterreich)<br \/>\n<strong>Gr\u00fcnwald<\/strong>:HN zu den h\u00e4ufigen ON Gr\u00fcnwald (Bayern, Baden-W\u00fcrttemberg, Schlesien)<br \/>\n<strong>Gsch\u00f6pf<\/strong>&nbsp;= ? Sch\u00f6pf: oberdeutscher Amtsname zu mhd. scheffe, schepfe \u00bbbeisitzender Urteilssprecher, Sch\u00f6ffe\u00ab, fnhd. sch\u00f6pf \u00bbSch\u00f6ffe\u00ab<br \/>\n<strong>Gund(e)<\/strong>&nbsp;(VN) weibl. VN, KF von Namen, die mit \u00bbGund-\u00ab\/\u00bbGunt-\u00ab oder \u00bb-gund[e]\u00ab (zu ahd. gund \u00bbKampf\u00ab) gebildet wurden.<br \/>\n<strong>Gund(e)l&nbsp;<\/strong>(VN): obd. KF zu Gundram, Gundolf, Grundhart; ahd. Gund-ila &gt; Gund(e)l<br \/>\n<strong>Gundelach&nbsp;<\/strong>(PN): german. PN, &lt; ,gund\u2018 Kampf + ungekl\u00e4rtes Zweitglied; auch Gundlach, Gundlack, Gundloch, in Ungarn: Gunderlach<br \/>\n<strong>Gutermuth<\/strong>: \u00dcN f\u00fcr einen stets zuversichtlich gestimmten Menschen (zu mhd. \u00bbguot\u00ab gut und mhd. \u00bbmuot\u00ab Gem\u00fct, Gem\u00fctszustand, Gesinnung)<br \/>\n<strong>Guoth&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): wohl eine Variante von Guth = Gutmann<br \/>\n<strong>Guth&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mhd. guot ,t\u00fcchtig, brav, gut, von gutem Stande, freundlich, vornhem<br \/>\n<strong>Gutmann&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): Im Mittelalter eine Ehrenbezeichnung f\u00fcr einen freien, ritterb\u00fcrtigen Mann, auch Lehnsmann.(auch: Guttmann)<br \/>\n<strong>Haag<\/strong>: 1) Oft anzutreffender ON Haag, Hag; 2) \u00d6N zu mhd. \u00bbhac\u00ab Dorngestr\u00e4uch, Geb\u00fcsch, Einfriedung, mhd. \u00bbhagen\u00ab Dornbusch, eingefriedeter Ort, mnd. \u00bbhage(n)\u00ab Hecke, lebender Zaun; danach eingehegtes Grundst\u00fcck<br \/>\n<strong>Haas&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): 1) &lt; Mensch mit Haseneigenschaften; 2) &lt; z. T. auch Hasenj\u00e4ger (auch: Has, Haase)&nbsp;<br \/>\n<strong>Haberfelner&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Wie Haber(er), H\u00e4berle, H\u00e4berlein, Haberland, Haberkampf ist auch Haberfelner ein \u00f6rtlicher FN, d. h. er weist auf die Wohnlage am Haferfeld (ndd.-westf. Haverkamp) hin.<br \/>\n<strong>Hack&nbsp;<\/strong>(BN): &lt; md. ,hocke, hockener, hocker\u2018 &lt; mhd. ,hoke, hoken, hoker, hake\u2018 Kleinh\u00e4ndler, H\u00f6cker, Kr\u00e4mer (auch: Hackmann, Hocke, Hokemann)<br \/>\n<strong>Hackspacher<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): ndd. Flurname &lt; hack, hach ,Schmutz\u2018 + -bach &lt; jemand, der an einem schmutzigen Bach wohnt.<br \/>\n<strong>Hadl, Hadel<\/strong>&nbsp;(BN): Ziegenhalter, -h\u00e4ndler &lt; obd. ,Hettel\u2018 Gei\u00df, Ziege<br \/>\n<strong>H\u00e4ffler, Haeffler&nbsp;<\/strong>(BN): Hafen, Haff = Topf, H\u00e4fe(r)l, H\u00e4ffel = kleiner Topf, Becher &gt; H\u00e4ffel-Hersteller; siehe auch: Heffler, Heffner&nbsp;<br \/>\n<strong>Hagedorn&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): ndd. Dorngeb\u00fcsch, -hecke &lt; nach der Wohnst\u00e4tte an einem Dorngeb\u00fcsch<br \/>\n<strong>Haidel<\/strong>&nbsp;~ Haidle, Haidlen wohl KF zu Haidolf (Haidloff) bzw. Heidenreich&nbsp;<br \/>\n<strong>Halbbauer, Hall-, Halbauer<\/strong>: Standesname zu mhd. \u00bbhalp\u00ab halb und mhd. \u00bbbure\u00ab Bauer f\u00fcr einen Bauern, der nur ein halbes Gut bewirtschaftete oder der als Pacht die H\u00e4lfte des Naturalertrags zu geben hatte.<br \/>\n<strong>Haller&nbsp;<\/strong>(ON): 1) ON Hall; 2) M\u00fcnzname Heller &lt; nach der Pr\u00e4gungsst\u00e4tte Schw\u00e4bisch-Hall<br \/>\n<strong>Hambuch&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): 1) Nach Anton Mayer, Heimatbuch Z\u00e1vod in der Tolnau (S. 70) leitet sich der FN Hambuch in Mucsi von dem ON Haimbach ab. 2) Ham (Sumpf) + Buch (Buche) &gt; am sumpfigen Buchenw\u00e4ldchen Wohnnender;&nbsp; ? = Hamburg (ON): Sumpfburg an der Unterelbe<br \/>\n<strong>Hamann<\/strong>: zusammengezogene Form von Hahnemann (auf Johannes zur\u00fcckgehender FN)<br \/>\n<strong>Hammer<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): Schmied. H\u00e4ufig in ganz Deutschland.<br \/>\n<strong>Handl&nbsp;<\/strong>(BN): obd. H\u00e4ndler. In ganz Deutschland weitverbreitet, besonders aber im S.<br \/>\n<strong>Hans, Hansel&nbsp;<\/strong>(VN): KF zu Johannes<br \/>\n<strong>Hantken&nbsp;<\/strong>(VN): ostmd.-schles. KF zu Johannes<br \/>\n<strong>Hardy&nbsp;<\/strong>(VN): KF zu Hardewig (Hartwig) &lt; ,k\u00fchner K\u00e4mpfer\u2018<br \/>\n<strong>Harrach&nbsp;<\/strong>(ON): ? ON Harrbach<br \/>\n<strong>Hart, Hardt<\/strong>&nbsp;mehrfacher Herkunft 1) meist mnd. ,hert&#8216; Hirsch; 2) z. T. auch ,Hirte&#8216; (herde, harde)&nbsp;<br \/>\n<strong>Hartdegen, Hardegen&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): ndd. Herdegen, Heerdegen; altdeutsch-fr\u00e4nkischer PN (Th\u00fcringen, Franken); mhd. Degen = junger Held; nd. Haudegen. In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Hartenstein<\/strong>: Ortsnamen (Sachsen, Bayern, \u00d6sterreich, Ostpreu\u00dfen)<br \/>\n<strong>Hartmann<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): -hard bedeutete urspr\u00fcnglich \u00bbk\u00fchn\u00ab, ein mutiger Mann. In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Hasenfratz<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): In N-Deutschland bedeutet \u00bbfraatz\u00ab Fresser, Vielfra\u00df; daraus folgt: Hasenfresser, einer, der viel Hasenfleisch a\u00df. In der Schweiz und am Hochrhein verbreitet. Von dort sollen auch die H. nach Werischwar und von dort \u00fcber Saar nach Tarian gekommen sein. Heute noch in S-Schwarzwald h\u00e4ufig, aber auch sonstwo anzutreffen.<br \/>\n<strong>Hau<\/strong>&nbsp;(obd.). Besitzer eines Hauses oder Holzschlages; Hau ist ein Begriff aus der alten deutschen Waldwirtschaft. Fr\u00fcher war der Gemeindewald in Haue oder Holzschl\u00e4ge eingeteilt. H\u00e4ufig in SW-Deutschland u. a.<br \/>\n<strong>Hauck, Haug<\/strong>&nbsp;1) (\u00d6N) mhd. houc ,H\u00fcgel\u2018 &gt; am H\u00fcgel Wohnender; 2) schles.-s\u00e4chs.-fr\u00e4nk. Form von Hugo<br \/>\n<strong>Hausknecht&nbsp;<\/strong>(BN): Knecht, Geselle, der im Haus besch\u00e4ftigt ist. Weitere Formen: Schmiede-, Tuch-, Ackerknecht u. a.<br \/>\nH\u00e4usler: Standesname zu Besitzer eines kleinen Hauses mit oder ohne Feld<br \/>\n<strong>Hausmann<\/strong>: Standesname oder Amtsname zu mhd. \u00bbhusman\u00ab Hausherr, Hausbewohner, Mietsmann; Burgwart, der auf dem Wartturm wohnte, mnd. \u00bbhusman\u00ab Hausmann; Bauer; Verwalter einer Burg, Turmw\u00e4chter<br \/>\n<strong>Heffler, Heffner&nbsp;<\/strong>(BN): T\u00f6pfer &lt; s\u00fcdd., \u00f6sterr., schweiz. ,Hafen\u2018 Topf (auch: Hefner, H\u00e4fner, Havner, Hawener u. a.); siehe auch: H\u00e4ffler<br \/>\n<strong>Hege<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): ~ Hag, H\u00e4ge &gt; Dornbusch, Hecke, Hag &gt; am H\u00e4ge Wohnender. In S-Deutschland oft anzutreffen.<br \/>\n<strong>Heidinger<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): 1) Vermutlich Bewohner einer Heide oder eines Ortes in der Heide. H\u00e4ufig in S-Deutschland, aber auch anderswo; 2) Sohn eines Heiden &lt; ? VaN zu Heide (Nichtchrist, Ungetaufter, Religionsloser) + VaN-Suffix -inger<br \/>\n<strong>Heidrich&nbsp;<\/strong>(VN): s\u00e4chs.-th\u00fcr.-frk. VN He(i)drich &lt; Heidenrich &lt; Heidenreich<br \/>\n<strong>Heigl<\/strong>&nbsp;(obd.-bair.) = Heugel, Heugle, H\u00fcgle, H\u00fcgli = Hugo: KF von Hug-bert = Hubert (s. u.)<br \/>\n<strong>Heil, Heile&nbsp;<\/strong>(VN): wie Heilmann KF zu Heinrich.<br \/>\n<strong>Heilmann&nbsp;<\/strong>(VN): beliebte KF zu Heinrich. In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Heimann&nbsp;<\/strong>(VN): auch Heymann, = Heinemann = Heinrich<br \/>\n<strong>Heimbuch<\/strong>: \u00d6N Wohnort am Heimbuch (Heim in einer buchenreichen Gegend)&nbsp;<br \/>\n<strong>Heimer<\/strong>&nbsp;(VN): 1) Patronym auf -er zu Heim; 2) KF von RN wie Heimbert (heim + beraht) u.a.<br \/>\n<strong>Heine(c)k<\/strong>&nbsp;(VN): Heinecke, Heinicke = ndd. KF zu Heinrich<br \/>\n<strong>Heinemann&nbsp;<\/strong>(VN): s. Heimann<br \/>\n<strong>Heinzelmann&nbsp;<\/strong>(VN): KF zu PN Heinrich &lt; Heinz\/Hainz &lt; Hein(t)ze &lt; Heinzel &lt; Heinzler (Patronym zu Heinz) &lt; Heinzelmann<br \/>\n<strong>Heiser&nbsp;<\/strong>(ON): &lt; Heuser &lt; H\u00e4user &lt; Herkunft aus einem der vielen Hausen-Orte<br \/>\n<strong>Hei\u00dfler&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): Besitzer eines Tagel\u00f6hnerh\u00e4uschens mit wenig oder keinem Feld; auch H\u00e4usler, Heusler, H\u00fcs(s)ler<br \/>\n<strong>Heitecker<\/strong>&nbsp;(ON): (obd.) auch Heidecker, Heidegger &gt; aus Heideck (z. B. Oberpfalz) bzw, Heidegg b. Z\u00fcrich<br \/>\n<strong>Heitzmann, Heizmann<\/strong>&nbsp;eine Variante von Heintz\/Heinz (Heinrich) kombiniert mit dem Suffix -mann<br \/>\n<strong>Hell&nbsp;<\/strong>(\u00d6N):&nbsp;<strong>Helfenbein&nbsp;<\/strong>(BN): meint den Elfenbeinschnitzer &lt; Handwerker, der die Sto\u00dfz\u00e4hne (= Elfenbein) des Elefanten verarbeitet. &lt; mhd. ,helphant\u2018 Elefant<br \/>\nmhd. ,hell\u2018 H\u00f6lle &gt; nach der Wohnst\u00e4tte in einer wilden abgr\u00fcndigen Gegend (~ Helle, Hellmann)<br \/>\n<strong>Heller&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): obd.\/md. M\u00fcnzname &gt; M\u00fcnze aus Schw\u00e4bisch-Hall (seit 1208) &gt; Haller &#8211; Heller<br \/>\n<strong>Heng(e)l&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mhd. \u2018hengel\u2018 &gt; obd. Hengel, Henglein = Henkel, Haken, H\u00e4ngsel &gt; ? \u00dcN T\u00f6pfer<br \/>\n<strong>Henger&nbsp;<\/strong>(BN): 1) 14. Jh. Hengker &lt; \u00dcN zu mhd. ,henker\u2018 Henker; 2) Z. T. auch patronym. Form zu KF Henk(e) &lt; Heinrich; Hat nichts mit dem ung. Wort ,henger\u2018 Walze zu tun.<br \/>\n<strong>Hen(t)ze<\/strong>&nbsp;(KF): wie Hintze, KF zu Heinrich &gt; VaN Henzer<br \/>\n<strong>Hepp&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): wie Happ, Heppe, Heppel, Hepp(l)er \u00dcN des Winzers oder Weinbergarbeiters &lt; mhd. \u2018hepe, heppe, happe\u2018 (krummes) Winzermesser<br \/>\n<strong>Hergenr\u00f6der&nbsp;<\/strong>(VN): 1) verm. Herger (s. u.) + R\u00f6der (PN ahd. \u2018hruod-heri\u2018 = Ruhm + Heer bzw. ON oder \u00d6N Rod, R\u00f6da); 2) Herchenr\u00f6der, Hergenr\u00f6ther: aus Herchenrode bzw. Hergenroth\/Hessen<br \/>\n<strong>Herger, Hergert&nbsp;<\/strong>(BN): obd. FN, \u2018Heri-ger\u2018 meint den Speerk\u00e4mpfer im Heer.<br \/>\n<strong>Herlet(t)<\/strong>&nbsp;(BN): L\u00e4sst sich auf das german. Hariowald ,im&nbsp;Heere waltend\u2018&nbsp;zur\u00fcckf\u00fchren.&nbsp; Daraus leiten sich auch die FN und VN Herold\/Harald ab. Herl(e)t ist frank\/th\u00fcring. Ursprungs.<br \/>\n<strong>Hermann<\/strong>&nbsp;(VN): wie Herrmann, H\u00f6rmann (bay.) oder Hiermann (\u00f6sterr.) ber\u00fchmter altd. PN<br \/>\n<strong>Herr&nbsp;<\/strong>(BN): (obd.) im Dienste eines Herrn stehend, daher auch Bauernname. In ganz Deutschland weitverbreitet.&nbsp;<br \/>\n<strong>Hertlein, H\u00e4rtlein&nbsp;<\/strong>(VN): KF zu PN Hartwig, Hertwig, H\u00e4rtwig (\u2018k\u00fchn im Kampf\u2018)<br \/>\n<strong>Her(t)z&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): Mann mit Herz (Manherz, Manhart)<br \/>\n<strong>Herzig&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): ostmid.-schlesische Variante von Herzog<br \/>\n<strong>Herzmann<\/strong>: vermutlich aus Herz (KN zu Hartwig) + -mann entstanden, wobei -mannurspr\u00fcnglich eine kosende Funktion hatte (\u00e4hnlich Karlmann, Hinzmann oder Tillmann). Gelegentlich wurde -mann mit patronymischem Charakter an Rufnamen angef\u00fcgt.<br \/>\n<strong>Herzog&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): Name von Adligen, auch als Bauernname f\u00fcr Bedienstete oder Abgabenpflichtige eines Herzogs<br \/>\n<strong>Hessing&nbsp;<\/strong>(ON): FN, der von einem verm. ausgestorbenen ON Hessing(en) abstammt.<br \/>\n<strong>He\u00dfler<\/strong>&nbsp;(ON): Herkunftsname zu den Ortsnamen Hasel, Hesel, He\u00dflar, He\u00dfler, H\u00e4\u00dfler (Th\u00fcringen, Franken, Westfalen, Hessen). Heute in ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Hetz(e)l&nbsp;<\/strong>(VN):&nbsp;obd. KF zu Hermann<br \/>\n<strong>Hetzmann<\/strong>: \u00dcN zu \u2018hetzen, jagen\u2018 &gt; Wildtreiber, J\u00e4ger; KF zu Herrmann<br \/>\n<strong>Hewer, Heber<\/strong>: 1) BN zu mhd. heben \u00bbheben\u00ab f\u00fcr den Lastentr\u00e4ger; 2) \u00dcN zu mhd. heber \u00bbTaufpate\u00ab; 3) Vereinzelt Herkunftsname zu dem Ortsnamen Heber (Niedersachsen)<br \/>\n<strong>Hickel&nbsp;<\/strong>(VN): Hick(e), Hick(e)l usw. kam im b\u00f6hmisch-m\u00e4hrisch-s\u00e4chsischem Raum um 1300\/1400 als VN vor. Vermutlich KF zum tschech. Hinek (dt. Heinrich).<br \/>\n<strong>Hild&nbsp;<\/strong>(PN): Wie Hildt, Hilt, Hiltl, Hildemann, Hiltmann eine KF zu den PN Hildebrand, Hildebrecht.<br \/>\n<strong>Hiller<\/strong>: schles.-s\u00e4chs. KF zum germanischen Rufnamen Hildegund<br \/>\n<strong>Hilmer<\/strong>: obd. verschliffen aus Hilmeier, Hillmeier, Hillenmeyer wie H\u00fcllmayer &#8211; H\u00fcllweber, H\u00fcllenkremer enthalten mhd. &#8222;h\u00fcl, h\u00fclle&#8220; Kopftuch, Schleier.<br \/>\n<strong>Hilpert, Hilbert<\/strong>&nbsp;(VN): Althochdeutscher PN Hildebrecht (= im Kampfe gl\u00e4nzend). In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Himmel, Himmler<\/strong>&nbsp;1) ON Himmel (Niedersachsen, Holstein, Westfalen). 2) Wohnst\u00e4ttenname Himmel: Flurst\u00fccke in h\u00f6herer Lage<br \/>\n<strong>Hirmann&nbsp;<\/strong>(PN): mundartliche Variante zu Hermann<br \/>\n<strong>Hirsch<\/strong>: 1) Hausname: im Hause zum Hirschen wohnend; 2) \u00dcN: flink, schnell usw. wie ein Hirsch; 3) BN: J\u00e4ger; weitere Formen: Hirschel, Hirschle, Hersch, Herschel, Hir(t)z, Hirzel<br \/>\n<strong>Hirschler&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): Eine Form des \u00dcN Hirsch (s. Jelinek). Nach dem Hausnamen \u00abZum Hirschen\u00bb oder nach bestimmten K\u00f6rpermerkmalen entstandener FN.<br \/>\n<strong>H\u00f6baus, H\u00f6bau\u00df<\/strong>&nbsp;(\u00d6N):&nbsp; Wahrscheinlich vom moselfr\u00e4nkischen \u00bbBaus\u00ab = H\u00fcgel Beule (Pausbacke = dicke Backe); h\u00f6(ch) = hoch &gt; hoher H\u00fcgel = auf einem hohen H\u00fcgel Wohnender. Kommt in Deutschland nicht vor, aber im Burgenland\/A.<br \/>\n<strong>Hock(e)&nbsp;<\/strong>(BN):&nbsp;obd.-md.-schles. auch Hucke = H\u00f6ker, Kleinh\u00e4ndler, Kr\u00e4mer<br \/>\n<strong>Hodapp<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): H\u00e4ngt mit dem Begriff \u00bbd\u00e4ppisch\u00ab zusammen. H\u00e4ufig in N-Schwarzwald, aber auch im \u00fcbrigen Baden-W\u00fcrttemberg.<br \/>\n<strong>Hofer, Hoffer&nbsp;<\/strong>(BN): = Hofherr (s. u.)<br \/>\n<strong>Hofherr&nbsp;<\/strong>(BN): Hofbesitzer, Hofbauer; &gt; Hofer, Hoffer<br \/>\n<strong>Hofmann, Hoffmann<\/strong>&nbsp;(BN): Fr\u00fcher Gutsverwalter an herrschaftlichen H\u00f6fen (\u00e4hnlich Mayer), auch auf Landg\u00fctern von Patriziern. Sehr h\u00e4ufig in ganz Deutschland.<br \/>\n<strong>Ho(h)mann&nbsp;<\/strong>(\u00dcN\/\u00d6N): \u00dcN nach hoh &gt; der Hohe, Vornehme, Stolze; \u00d6N nach einer hochgelegenen Wohnst\u00e4tte (auch: Homan)<br \/>\n<strong>Hollenberger&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Nach der Wohnst\u00e4tte am Hollenberg, d. h. auf einem Berg mit Holunderstr\u00e4uchern. Denkbar w\u00e4re auch eine Herleitung von Hohl, Hohlweg. V. a. im Gro\u00dfraum W\u00fcrzburg anzutreffen.<br \/>\n<strong>Hommer&nbsp;<\/strong>(PN): friesischer PN; Vollformen: Hommer(s), Hummer(s), dazu noch die KF Homm, Hommen, Hommes<br \/>\n<strong>Honig<\/strong>: \u00dcN nach dem BN des Imkers<br \/>\n<strong>Horger<\/strong>&nbsp;(W\u00fcrtt.): ON aus Horgen bei Rottweil<br \/>\n<strong>Horn<\/strong>: Meist Flur- (\u00d6N) oder ON, vereinzelt auch Hausname<br \/>\n<strong>Hornung<\/strong>: \u00dcN zu mhd. ,hornunc\u2018 Februar (Patronym zu Horn = Januar), wahrscheinlich nach einem Zinstermin<br \/>\n<strong>Hornyak, Hornack&nbsp;<\/strong>(BN): wendisch-tschechisch \u00bbBerger\u00ab = Bergmann (?) &gt; Huj. Beide Formen treten in ganz Deutschland auf.<br \/>\n<strong>H\u00f6\u00df<\/strong>: ~ He\u00df; einer, der aus Hessen stammt.<br \/>\n<strong>Huber<\/strong>&nbsp;(BN): Bauer, Besitzer einer Hufe oder Hube (Hofst\u00e4tte mit ca. 10 ha Ackerland). Anzutreffen v. a. in S-Deutschland.<br \/>\n<strong>Hubert<\/strong>: nach St. Hubertus, Patron der J\u00e4ger, rheinischer Heiliger, Apostel der Ardennen<br \/>\n<strong>Hucker<\/strong>: Berufsname zu mhd. hucke \u00bbH\u00f6ker, Kleinh\u00e4ndler\u00ab<br \/>\n<strong>Huj, Huy<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): 1) Der Huywald dem Harz im Norden vorgelagerter, bewaldeter H\u00f6henzug, Benediktiner Kloster Huyburg auf der H\u00f6hen des Huywaldes; 2) Im Saarland vorkommender Familienname \u2013 als Houy\/Huy geschrieben \u2013, eventuell abzuleiten von frz. \u00bbhouille\u00ab = Steinkohle &gt; BN Bergmann. 3) Stadt in Belgien (Huy) s\u00fcdwestlich von L\u00fcttich. 4) \u00dcN zu sorb. \u2018huj, wuj\u2018 Onkel, Vetter, Oheim. Als Huy und Houy geschrieben h\u00e4ufig im Saarland und im westlichen Deutschland; mit -j geschrieben v. a. in Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern.<br \/>\n<strong>Hummel&nbsp;<\/strong>(\u00dcN) = Hommel, \u00dcN, unruhiger, aufgeregter Mensch<br \/>\n<strong>Hunger&nbsp;<\/strong>(HN): aus Ungarn stammend oder jemand, der mit Ungarn gesch\u00e4ftliche Beziehung unterh\u00e4lt; auch Hungermann, Unger<br \/>\n<strong>Hunwald<\/strong>&nbsp;(RN) ~ Hunold: aus dem gleich lautenden deutschen Rufnamen (hun + walt) entstandener FN.<br \/>\n<strong>Hutter&nbsp;<\/strong>(BN): Huter: zu mhd. huot\u00e6re ,Hutmacher\u2018. Eine sichere Trennung von H\u00fcter ist nicht immer m\u00f6glich.<br \/>\n<strong>Hutwangler&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Jemand, der am Hutwang wohnt. Hutung = d\u00fcrftige Weide, Hutweide = Gemeindeweide, -wang = Wiesenhang&nbsp;<br \/>\n<strong>Igler&nbsp;<\/strong>(ON): nach dem ON Igel bei Trier und Kulmbach\/Franken<br \/>\n<strong>Imelli&nbsp;<\/strong>(VN): Koseform zu dem m\u00e4nnlichen Vorname Immo. In ganz Deutschland nur viermal (Mainz, Aachen u. a.) anzutreffen.<br \/>\n<strong>Imgrund<\/strong>: nach der Wohnst\u00e4tte \u00bbIm Grund\u00ab (einer Senke)<br \/>\n<strong>Imhoff<\/strong>: nach der Wohnst\u00e4tte \u00bbIm Hof\u00ab<br \/>\n<strong>Iseli, -y&nbsp;<\/strong>(BN): KuF von Eisenh\u00e4ndler\/Schmied. Kommt heute in Baden-W\u00fcrttemberg vor (Weil der Stadt, Leonberg, Ettlingen u. a.). Siehe auch Eisele, Eiser!<br \/>\n<strong>Ising<\/strong>: 1)Patronym zu dem deutschen Rufnamen Iso (isan): Is + -ing; 2) ON Ising am Chiemsee (Bayern)<br \/>\n<strong>J\u00e4ckel<\/strong>: aus einer Koseform von Jakob mit -l-Suffix entstandener FN<br \/>\n<strong>Jantner&nbsp;<\/strong>(PN): VaN zu Jan + -(t)ner &gt; Sohn des J. &lt; Jans\/Jantz &lt; Johans, Johannes<br \/>\n<strong>Jacob|i, -y, Jakob|i, -y&nbsp;<\/strong>(PN): VaN zu Jacob, Jakob [lat. Gen.] &gt; Sohn des J.<br \/>\n<strong>Jelinek, Jellinek, Jelli<\/strong>&nbsp;(?) (\u00dcN): Slawisch \u00bbjelen\u00ab = Hirsch &gt; hirsch\u00e4hnliche Erscheinungsform oder J\u00e4ger. Heute in Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern u. a. anzutreffen.<br \/>\n<strong>Jurasek&nbsp;<\/strong>[\u2018jura\u0161ek] slaw. VaN zu Jura|sch (KF zu Georg)<br \/>\n<strong>Just&nbsp;<\/strong>1) Aus einer verk\u00fcrzten Form von Justus (1.) entstandener Familienname. 2) Ist die mundartliche Form von Jost (St. Jodocus = keltischer Name)<br \/>\n<strong>Justin&nbsp;<\/strong>1) m. VN. lateinischen Ursprungs, Weiterbildung von Justus; 2) ON in Pommern<br \/>\n<strong>Kahler<\/strong>: \u00dcN, der Kahlkopf<br \/>\n<strong>Kahn&nbsp;<\/strong>(BN) = Kahnschiffer, Bootsfahrer, In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Kailbach, Keilbach<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Anscheinend ein am Bach wohnender grober (?) Kerl. Mit -ai- und -ei- geschrieben v. a. in N-Baden u. a. vorkommend.<br \/>\n<strong>Kaindl<\/strong>, Keindl (VN) = Kuenel, Koseform Kainradl = Konrad (bedeutet: der weise Ratgeber). Vor allem in Oberbayern anzutreffen.<br \/>\n<strong>Kaiser<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): FN auch von Bauern, die irgendetwas mit dem Kaiser zu tun hatten, sei es, dass sie nur bei ihm dienten.<br \/>\n<strong>Kaltenbach<\/strong>: &lt; ON Kaltenbach<br \/>\n<strong>Kaltenecker&nbsp;<\/strong>(ON): &lt; ON Kalteneck (Kr. Passau)<br \/>\n<strong>Kammer&nbsp;<\/strong>(BN): Aus obd. Kammerer (= K\u00e4mmerer)<br \/>\n<strong>Kampfm\u00fcller&nbsp;<\/strong>(BN): Aus Kampf (= K\u00e4mpfer) und M\u00fcller zusammengesetzter FN<br \/>\n<strong>Karl&nbsp;<\/strong>(VN): Name des Kaisers Karl d. Gr. (eigentl. Kerl, freier Mann); Zur Zeit der Karolinger beliebt als F\u00fcrsten- und Adelsname.<br \/>\n<strong>Karch&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): 1) mhd. ,karrech, karch\u2018&nbsp;Karren, Wagen &gt; Fuhrmann; 2) mnd. ,karch\u2018 listig, sparsam<br \/>\n<strong>Karsch&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mhd.,mnd. ,karsch\u2018 munter, frisch<br \/>\n<strong>Kaser<\/strong>: BN des K\u00e4sers, des K\u00e4sbauern<br \/>\n<strong>K\u00e4smann<\/strong>, Ke\u00dfmann (BN): K\u00e4sehersteller, -verk\u00e4ufer<br \/>\n<strong>Kauder(er)&nbsp;<\/strong>(BN): auch Kuder(er) &lt; Jemand, der Kuder (Werg = Hanf-, Flachsabfall) verarbeitet.<br \/>\n<strong>Kaufmann<\/strong>: BN zu mhd. \u00bbkoufman\u00ab Kaufmann, Verk\u00e4ufer, K\u00e4ufer<br \/>\n<strong>Kegel&nbsp;<\/strong>(BN): 1) Kegelspieler, Kegler, Kegelschieber; 2) \u00dcN, ungehobelter Mensch; 3) \u00dcN, uneheliches Kind<br \/>\n<strong>Kehl<\/strong>: 1) ON (Baden-W\u00fcrttemberg, Bayern, Niedersachsen); 2) \u00d6N nach einem Wohnort in einer Senke, Schlucht<br \/>\n<strong>Kehner&nbsp;<\/strong>(KF): K\u00f6hn &gt; K\u00f6hner etc. ndd. KF zu Konrad<br \/>\n<strong>Keil&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): \u2018Keil, Pflock\u2018 &gt; Grobian (s. auch Kailbach)<br \/>\n<strong>Keller<\/strong>&nbsp;(BN): Kellner, Kellermeister<br \/>\n<strong>Kempf<\/strong>&nbsp;(BN): obd. K\u00e4mpf, bair. Kempf, K\u00f6mpf, K\u00e4mpfl, Kempfle: &#8222;Zweik\u00e4mpfer&#8220; (von Beruf: gerichtlich oder auf Jahrm\u00e4rkten)<br \/>\n<strong>Kempler&nbsp;<\/strong>(BN): vermutlich eine der vielen Formen von K\u00e4mpfer<br \/>\n<strong>Kerling&nbsp;<\/strong>(HN): 1) VaN zu Kerl; 2) mhd. auch ,Karlinger\u2018 Franzose &lt; Kerlingen = Frankreich; 3) ON Carling\/Lothringen<br \/>\n<strong>Kerner&nbsp;<\/strong>(BN): obd. Kerner: Karren, Wagen &gt; K\u00e4rrner &gt; Kerner = Karrenfuhrmann; Hat also nichts mit dem Kern (Samen einer Pflanze) zu tun, d. h. ist die madjarisierte Form Magvas falsch!<br \/>\n<strong>Kessler&nbsp;<\/strong>(BN): &lt; Kesselschmied, Kupferschmied<br \/>\n<strong>Kiefer&nbsp;<\/strong>(BN): obd.-schles. f\u00fcr K\u00fcfer &lt; Hersteller von Kufen (= gro\u00dfe Holzgef\u00e4\u00dfe, v. a. f\u00fcr Wein) (auch: K\u00fcffner, Kiefner, nordrh. K\u00fcpers, K\u00fcpper)<br \/>\n<strong>Kien\u00f6fner&nbsp;<\/strong>(BN): &lt; Kienofenbauer: Kien = harzreiches Kienholz (v. a. Kiefer und Fichte) + \u00d6fner = Ofensetzer, -bauer<br \/>\n<strong>Kieselbach<\/strong>(\u00d6N): jemand, der an einem Kieselbach wohnte&nbsp;<br \/>\n<strong>Kindl&nbsp;<\/strong>: mhd. &#8222;kindeln, kindel&#8220; Kindlein, J\u00fcngling<br \/>\n<strong>Kiprich&nbsp;<\/strong>(PN): ~ Cziprich &lt; alter PN Zieprecht, Zyprecht = Siebrecht (Sigbert)<br \/>\n<strong>Kirchknopf<\/strong>: zusammengesetzter FN aus Kirch + Knopf: Knopfmacher, der in der N\u00e4he der Kirche wohnte.<br \/>\n<strong>Kirschneider&nbsp;<\/strong>(BN): vermutlich aus Kirschner und Schneider entstandener FN.<br \/>\n<strong>Kirschner<\/strong>(BN) = K\u00fcrschner, d. h. Pelzverarbeiter, Pelzer<br \/>\n<strong>Kisch<\/strong>&nbsp;siehe Gisch<br \/>\n<strong>Kissler&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): mhd. &gt; obd. Berufs\u00dcN Kistner &gt; Kistler &gt; Kissler = Tischler, Schreiner<br \/>\n<strong>Kist<\/strong>&nbsp;(VN): Kist &lt; Kirst &lt; Kirsten, Kirstan, Karsten, Kersten &lt; KF zu Christian<br \/>\n<strong>Kitaibel&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): \u00f6sterr. Ki = K\u00fch(e) + obd. Teifel, Deifel, Deibel, Taibel = Teufel &gt; K\u00fchteutfel &gt; Kitaibel (Spottname f\u00fcr Viehbauern)<br \/>\n<strong>Klausenberger&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): Ein am Klausenberg Wohnender; Klause = Einsiedelei; Zwei in ganz Deutschland (Georgensm\u00fcnd, Rednitzhembach).<br \/>\n<strong>Klein<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): Bezeichnung f\u00fcr kleinw\u00fcchsige Menschen. Sehr h\u00e4ufig in ganz Deutschland.<br \/>\n<strong>Kleininger<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): &lt; ein guter Mensch &lt; kleiner Engel &lt; zusammengesetzt aus Klein + Inger (&lt; bay.\/schweiz. Inger, -l = Engerl, Engerling); In Deutschland kommt der FN 27-mal vor (Bayern, Berlin und Baden-W\u00fcrttemberg). In W\u00fcrttemberg gibt es auch einen Ort namens Kleiningersheim (OT von Ingersheim).<br \/>\n<strong>Klemm&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): \u00c4hnlich wie Klemme ein obd. FN &lt; mhd. \u2018klem\u2018 eng, knapp &gt; Jemand, der zu enge Schuhe oder Kleider tr\u00e4gt.<br \/>\n<strong>Klenk&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): 1) obd., vor allem schw\u00e4bischer Familienname zu mhd. klengen, klenken \u00bbklingen machen, t\u00f6nen, (Lob, ein Ger\u00fccht) verbreiten\u00ab f\u00fcr einen lauten, redseligen Menschen<br \/>\n(auch: Klenker, Klenkler). klengen Nadelholzsamen gewinnen &gt; KlengenanstaltDarre zur Gewinnung von Nadelholzsamen &gt; Name eines hier arbeitenden Menschen oder des Besitzers Klinge = Schlucht mit rauschendem Bach &gt; Kling(er), Klingner, Klingmann, Klin(c)k, etc.<br \/>\n<strong>Klett, Klettner<\/strong>: \u00dcN zu mhd. klette \u00bbKlette\u00ab, \u00fcbertragen f\u00fcr einen aufdringlichen oder auch z\u00e4hen, zielstrebigen Menschen&nbsp;<br \/>\n<strong>Kligl&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): obd. Variante von&nbsp;<strong>Klug(e), Kluger<\/strong>; auch&nbsp;<strong>Kliegel, Kl\u00fcgel<\/strong>&nbsp;&lt; der Kluge, Gewandte, Gescheite<br \/>\n<strong>Klinghammer&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): \u00dcN des Schmiedes<br \/>\n<strong>Klinge(r)<\/strong>&nbsp;(\u00d6N): H\u00e4ufig in S-Deutschland, Bewohner eines Hauses an einer Gebirgsschlucht mit Bach. Sehr h\u00e4ufig in ganz Deutschland.<br \/>\n<strong>Klotz&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): die Gestalt eines Menschen betreffend &lt; mhd. ,kloz\u2018 Klumpe, klumpige Masse<br \/>\n<strong>Klute, Kluth<\/strong>: 1) \u00dcN zu mnd. klut \u00bbwas sich zusammenballt, Erdscholle, Klumpen\u00ab, \u00fcbertragen f\u00fcr einen groben Menschen; 2) WN zu mnd. klut \u00bbErdscholle, Klumpen\u00ab der f\u00fcr jemanden, der neben einem Erdh\u00fcgel wohnte.<br \/>\n<strong>Knab(e)<\/strong>&nbsp;= Knapp(e)<br \/>\n<strong>Knaller<\/strong>&nbsp;1) \u00dcN f\u00fcr ? Knallkopf (verr\u00fcckter Kerl; 2) ? Polterer, L\u00e4rmer<br \/>\n<strong>Knapp(e):<\/strong>&nbsp;1) Standesnamen oder \u00dcN zu mhd. ,knappe\u2018 Knabe, J\u00fcngling, Junggeselle; Dorfbursche; Knecht, Geselle; 2) HN zu dem ON Knapp (Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern)<br \/>\n<strong>Knaus&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): kn\u00fbs keck, hochfahrend &gt; ein aufbrausender Mensch<br \/>\n<strong>Knecht&nbsp;<\/strong>(BN): wie Knabe, Knappe auch = Geselle, Gehilfe<br \/>\n<strong>Knipl, Kn\u00fcppel&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): = obd. Kn\u00fcttel &gt; ein kr\u00e4ftiger Junge &gt; grober Mensch<br \/>\n<strong>Knobloch<\/strong>(\u00dcN): G\u00e4rtner oder Knoblauch-H\u00e4ndler<br \/>\n<strong>Knodel<\/strong>: \u00dcN zu mhd. knodel, Verkleinerungsform von knode, knote \u00bbkleiner Knoten; Klo\u00df als Speise\u00ab f\u00fcr einen groben, derben Menschen&nbsp;<br \/>\n<strong>Knoll&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): alter Bauernname &lt; grober, plumper Mensch &lt; Knoll(e) = Erdklumpen<br \/>\n<strong>Knolmar&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): ist eine ,verschliffene\u2018 Form von Knolmajer, Knolmayer. Eine \u00e4hnliche Form ist z. B. auch Stegmar, das aus Stegmayer entstanden ist. Bis 1946 kam der FN in Torb\u00e1gy\/Kleinturwall vor. Da das Vorkommen in Deutschland heute auf wenige Orte (v. a. Herbrechtingen und Umgebung) beschr\u00e4nkt ist, kann vermutet werden, dass es hier um die Nachkommen der vertriebenen Ungarndeutschen handelt. Demnach m\u00fcsste aus Knolmayer Knolmar erst in Ungarn entstanden sein. Dasselbe gilt auch f\u00fcr Stegmar aus N\u00e9met-Sz\u00f6gy\u00e9n\/Deutsch-S\u00f6djen (h. Svodin\/Slowakei).<br \/>\n<strong>Knolmajer, Knolmayer&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): meistens Bauernname, zusammengesetzt aus Knoll(e) &gt; Knol als Dialektform f\u00fcr H\u00fcgel + Mayer (s. dort) &gt; am H\u00fcgel wohnender Einzelhofbauer; In Deutschland ist er heute v. a. in Unterfranken verbreitet, von wo er im 18. Jh. nach H\u00e1rsk\u00fat (Lindenbrunn) im Bakonyerwald\/Ungarn kam. Hier und in der Umgebung &#8211; aber auch in S-Transdanubien &#8211; kommt er heute noch oft vor.&nbsp;<br \/>\n<strong>Knopf&nbsp;<\/strong>: Kleiner, runder Kerl (\u00dcN) oder ein Knopfmacher (BN). In ganz Deutschland weitverbreitet.<br \/>\n<strong>Knopp&nbsp;<\/strong>1) = Knopf; 2) ? mundartl. f\u00fcr Knapp<br \/>\n<strong>Koblenz<\/strong>&nbsp;(ON): Der erste Tr\u00e4ger dieses Namens stammt aus der Stadt Koblenz, wo die Mosel in den Rhein m\u00fcndet. Sehr h\u00e4ufig in ganz Deutschland.<br \/>\n<strong>Koch&nbsp;<\/strong>(BN): zu mhd. koch \u00bbKoch\u00ab; Herkunft des Wortes aus dem Lateinischen (lat. coquus, volkslat. cocus, lat. coquere)<br \/>\n<strong>Kolber<\/strong>: 1) aus dem \u00dcN zu mhd. kolbe \u00bbKolbe, Keule als Waffe\u00ab f\u00fcr einen rauen, derben Menschen abgeleiteter und mit dem Suffix -er versehener FN; 2) Der \u00bbKolben\u00ab war auch der Stab in der Hand des Narren und konnte diesen selbst bezeichnen.<br \/>\n<strong>Koller&nbsp;<\/strong>(BN): K\u00f6hler, Kohler &lt; Holzkohlenherrsteller<br \/>\n<strong>K\u00f6lmel<\/strong>&nbsp;(KN): Wohl aus einer zu dem Heiligennamen Koloman (Kollmann) gebildeten KF hervorgegangener FN. H\u00e4ufig in Baden-W\u00fcrttemberg (Karlsruhe, Rastatt, Ettlingen, Offenburg, Schwarzwald).<br \/>\n<strong>K\u00f6nig&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): Bauer auf einem k\u00f6niglichen Gut (~ Kaiser, Graf usw.)<br \/>\n<strong>Konz<\/strong>&nbsp;KF zu Konrad; ~ Kunz&nbsp;<br \/>\n<strong>Kopp<\/strong>&nbsp;1) Auf die zweite Silbe verk\u00fcrzte KF von Jakob; 2) HN zu dem ON Kopp (Rheinland-Pfalz, Bayern).<br \/>\n<strong>Kornfeld&nbsp;<\/strong>(BN): Bauernname &#8211; Besitzer oder Bewirtschafter von Kornfeldern<br \/>\n<strong>Kornherr&nbsp;<\/strong>(BN): Verwalter der Kornvorr\u00e4te; ~ Kornprobst&nbsp;<br \/>\n<strong>Kosmann, Kossmann, Ko\u00dfmann<\/strong>: 1) vom gr. Rufnamen Kosmas (\u00bbgeschm\u00fcckt, wohl geordnet, bedacht\u00ab) abgeleiteter Heiligenname &gt; dt. FN. 2) ON Kossa, Cossen, Kossen (Sachsen) + -mann&nbsp;<br \/>\n<strong>Kraft&nbsp;<\/strong>(VN): 1) meist alter VN bei Rittern und Adligen; 2) ? \u00dcN, starker, verm\u00f6gender Mensch<br \/>\n<strong>Krall&nbsp;<\/strong>(zu slaw. kral, krol = K\u00f6nig): einst im Dienste des K\u00f6nigs stehender Mensch. In ganz Deutschland h\u00e4ufig, v. a. aber im N.<br \/>\n<strong>Kramer, Kr\u00e4mer<\/strong>&nbsp;(BN): &lt; BN zu mhd. kram\u00e6re, kr\u00e6mer, kromer, md. kremer, mnd. kramer, kremer, kromer \u00bbKleinh\u00e4ndler, Kr\u00e4mer\u00ab<br \/>\n<strong>Krammer&nbsp;<\/strong>(ON): ? &lt; ON Cramme<br \/>\n<strong>Kranz<\/strong>&nbsp;(BN): Verk\u00fcrzte Form des BN &#8222;Kranzbinder, -macher&#8220;. Sehr h\u00e4ufig in ganz Deutschland.<br \/>\n<strong>Kranzler<\/strong>&nbsp;(BN): (bayr.-\u00f6sterr.) Kranzlbinder, -macher<br \/>\n<strong>Krar&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): &lt; mhd. ,kra\u2018 Kr\u00e4he, auch Star, Kranich &lt; ein lauter, streits\u00fcchtiger Mensch<br \/>\n<strong>Kras(s)<\/strong>&nbsp;: 1) KuF zu Kraska \u00dcN zu osorb., tschech. kraska \u00bbSch\u00f6nheit\u00ab, 2) zu osorb. kraska \u00bbWiesenschaumkraut\u00ab, 3) zu poln. kraska \u00bbMandelkr\u00e4he\u00ab, 4) Gra\u00df: \u00d6N, im Wiesengel\u00e4nde wohnend<br \/>\n<strong>Kratochwil&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): tschech. Kurzweil<br \/>\n<strong>Kratz<\/strong>: 1) KoF von Pankratz; 2) \u00dcN zu mnd. \u00bbkratz, mhd. kraz\u00ab Kratzwunde, Schramme<br \/>\n<strong>Kraus<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): obd. Krauskopf, -haar<br \/>\n<strong>Kraut(h)&nbsp;<\/strong>(BN): Berufs-\u00dcbername f\u00fcr den Kraut- oder Kr\u00e4uterg\u00e4rtner; auch: Krautblatt, -kopf, -stengel<br \/>\n<strong>Krein&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): Neben der Herkunft von Grein (s. o.) sind v. a. die \u00f6sterr. FN Krein, Krain, Kreiner, Krainer, Krainz wahrscheinlich slaw. Ursprungs ON oder Landschaftsname Krain (s. Krain westl. Slowenien) &lt; slaw. \u2018krain\u2018 Grenze<br \/>\n<strong>Kreitner&nbsp;<\/strong>(BN): obd. f\u00fcr Kr\u00e4utner &lt; \u00dcN f\u00fcr der Kr\u00e4uter-, Krautg\u00e4rtner<br \/>\n<strong>Krix&nbsp;<\/strong>(BN): ? Gr\u00fctzenmacher &lt;Kritz = Gr\u00fctz(e)<br \/>\n<strong>Kreschka&nbsp;<\/strong>= Greschke<br \/>\n<strong>Kretschmann<\/strong>&nbsp;BN zu fnhd. \u00bbkretschman\u00ab Schankwirt (vergl. Kretschmar)<br \/>\n<strong>Kretschmar\/Kretschmer<\/strong>: BN zu mhd. \u00bbkretschmar\u00ab Schankwirt, slaw. Lehnwort (vgl. osorb. korcmar, tschech. krcmar, poln. karczmarz)<br \/>\n<strong>Kretz<\/strong>: 1) KuF von Pankratz; 2) Berufs\u00dcN zu mhd. \u203akretze\u2039 Tragkorb f\u00fcr den Hersteller oder Benutzer<br \/>\n<strong>Kretzer<\/strong>: obd. BN, mhd. kretzer ,Einzieher von Gerichtsbu\u00dfen\u2018&nbsp;<br \/>\n<strong>Kromer<\/strong>&nbsp;(BN): s. Kramer, Kr\u00e4mer&nbsp;<br \/>\n<strong>Kronfu\u00df<\/strong>&nbsp;(\u00dcN): mnd. kran, kron &gt; Krohn (Kranich) &gt; Kronfu\u00df: Mensch mit langen Beinen<br \/>\n<strong>Kroo<\/strong>&nbsp;= Kroh(e), md-obd. f\u00fcr Krah(e) = Kr\u00e4he (mhd. kr\u00e2) wie Groh f\u00fcr mhd. gr\u00e2 ,grau\u2018<br \/>\n<strong>Kr\u00fcger&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): obd. BN zu mhd. kruoc \u00bbKrug\u00ab f\u00fcr den T\u00f6pfer oder Geschirrh\u00e4ndler.<br \/>\n<strong>Kr\u00fcpp(e)l&nbsp;<\/strong>(\u00dcN): ein verkr\u00fcppelter Mensch<br \/>\n<strong>Kuhl&nbsp;<\/strong>(\u00d6N): an der Kuhl (Grube) wohnend; auch Kuhlmann, Lehmkul, Mergelkuhl, -kaul<br \/>\n<strong>K\u00fchn, K\u00fchne, Kuhn&nbsp;<\/strong>(VN): obd. KF zu Kunrat &lt; Konrad<br \/>\n<strong>Kungl&nbsp;<\/strong>(BN): &lt; obd. Kunkel, K\u00fcnkel, Kinkel, K\u00fcnkler &lt; Kunkelmacher, Spindler &lt; mhd. ,kunkel\u2018 &lt; mlat. ,conucula\u2018 Spindel<br \/>\n<strong>Kuni, Kuny&nbsp;<\/strong>(VN): 1) germ. ,kuni\u2018 Geschlecht, Sippe; 2) KF zuw. VN Kunigunde, m. VN Kunrat, Kunibert<br \/>\n<strong>Kuntz, Kunz(e), K\u00fcnzel<\/strong>:KF des altdeutschen Kaisernamens Konrad (Kunrad); ~ Konz<br \/>\n<strong>Kupfer<\/strong>&nbsp;(BN): Bezeichnung f\u00fcr den Kupferschmied. Hat nichts mit dem \u00bbKoffer\u00ab (in den ua-Mundart \u00bbKupfer\u00ab zu tun!). Fast in ganz Deutschland, v. a. in M\u00fcnchen, N\u00fcrnberg, Bamberg, Bad Homburg u. a.<br \/>\n<strong>Kupper<\/strong>&nbsp;(BN): zu mnd. kuper \u00bbK\u00fcfer, K\u00fcpper, Kuper, Fassbinder, Binder, Binter, Pinter\u00ab<br \/>\n<strong>Kutsch<\/strong>&nbsp;KuF zu Kutschka, Kutschke: Wohnst\u00e4ttennamen zu poln. \u00bbkucza\u00ab Verkleinerungsform \u00bbkuczka\u00ab Zelt, Laubh\u00fctte, Krambude, slowak. \u00bbkuca\u00ab H\u00fctte, Bude<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuletzt erg\u00e4nzt am&nbsp;Dienstag, 29.&nbsp;Sept. 2008.&nbsp; Adam&nbsp;(VN): Beliebter biblischer Vorname (hebr\u00e4isch = Mensch aus Erde) Ader&nbsp;(\u00dcN): ? Barbier, der fr\u00fcher zu Ader lie\u00df (mhd. \u2018aderlasser\u2018 &gt; nd. \u2018aderlater\u2018) Ackermann&nbsp;(BN): Wie Ackerknecht die Bezeichnung eines pfl\u00fcgenden, ackernden Bauern im Dienste eines Grundherrn. &hellip; <a href=\"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/talalkozohely\/magyarorszagi-nemet-csaladnevek\/magyarorszagi-nemet-csaladnevek-1\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":277,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-279","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=279"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/279\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":280,"href":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/279\/revisions\/280"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/277"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}