{"id":531,"date":"2018-03-28T10:57:03","date_gmt":"2018-03-28T10:57:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/?page_id=531"},"modified":"2018-03-28T10:57:03","modified_gmt":"2018-03-28T10:57:03","slug":"ajkarendek-rendek","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ungarndeutsche.de\/wp\/gemeinden\/ajkarendek-rendek\/","title":{"rendered":"Ajkarendek &#8211; Rendek"},"content":{"rendered":"<h3><\/h3>\n<table style=\"font-weight: 400;\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"100%\"><strong>Rendek und seine Geschichte<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"100%\">In Rendek\/Ajkarendek leben viele Ungarndeutsche. Wie, woher und warum die Deutschen in diese Umgebung gezogen sind erfuhr NZ vom Vorsitzenden der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung der Stadt Ajka Zolt\u00e1n T\u00f6ltl. Rendek ist heutzutage ein Stadtteil von Ajka, aber bis 1977 war Rendek ein eigenst\u00e4ndiges Dorf. Das d\u00f6rfliche Leben ist auch noch heute charakteristisch f\u00fcr diesen Stadtteil und auch die Pflege der ungarndeutschen Kultur.<br \/>\nIn den Urkunden wird Rendek zuerst 1270 erw\u00e4hnt, im Dorf besch\u00e4ftigte man sich mit der Landwirtschaft. In der Zeit der t\u00fcrkischen Kriege wurde das Dorf mehrmals als \u00d6de in Evidenz gehalten. K\u00f6nigin Maria Theresia siedelte nach der T\u00fcrkenzeit deutsche Familien aus Jarmat \/ Gyarmat im Dorf an. In den n\u00e4chsten Jahrzehnten war Rendek entweder ein einziges Dorf oder ein geteiltes. Der Ort hatte n\u00e4mlich zwei Stra\u00dfen: in der einen Stra\u00dfe haben die Magyaren, in der anderen die Deutschen gewohnt. Diese Aufteilung kann man auch beobachten, wenn man von den Rendekern \u00fcber die deutsche Gasse und die ungarische Gasse h\u00f6rt. 1778 wurde eine r\u00f6misch- katholische Kirche und zehn Jahre sp\u00e4ter eine r\u00f6misch-katholische Schule gebaut. Am Freiheitskampf 1848\/49 nahmen \u00fcber 100 Rendeker M\u00e4nner an der Seite der ungarischen Regierung teil. Um 1900 wanderten mehrere Familien (wie auch aus den Nachbard\u00f6rfern) nach Nord- bzw. S\u00fcdamerika aus. Im Ersten Weltkrieg fielen 23 M\u00e4nner aus dem Ort.<br \/>\nIm Jahre 1941 bekannten sich 945 von den 1001 Einwohnern zur deutschen Nationalit\u00e4t. So mu\u00dften bzw. wollten die meisten Rendeker M\u00e4nner in die deutsche Armee einr\u00fccken. Im J\u00e4nner 1945 flohen 178 Personen vor den sowjetischen Truppen nach Deutschland. Die Vertreibung kam im Jahre 1948, davon waren 287 Personen betroffen. Als Folge des Zweiten Weltkrieges \u2013 gefallene Soldaten und Vertriebene \u2013 verringerte sich die Einwohnerzahl des Dorfes um 50 Prozent.<br \/>\nAber schon im Jahre 1946 wurden ungarische Familien von der Tiefebene und aus Oberungarn im Dorf angesiedelt. In den 50er Jahren war die Unterdr\u00fcckung gro\u00df, besonders die ungarndeutsche Kultur war verp\u00f6nt. 1983 begann in der Schule der deutsche Nationalit\u00e4tenunterricht und um diese Zeit herum die Wiederbelebung der ungarndeutschen Kultur.<br \/>\nDer Nationalit\u00e4tenkindergarten wurde 1984 eingerichtet. Die Entwicklung fing in den 90er Jahren an. Seit 1994 gibt es in der Stadt Ajka eine Deutsche Minderheitenselbstverwaltung, deren Arbeit praktisch auf der Kultur dieses Stadtteils basiert. Es gibt einen Erwachsenenchor mit 30 Mitgliedern und eine Kindertanzgruppe mit 20 Mitgliedern, an der Gr\u00fcndung einer Erwachsenentanzgruppe wird gearbeitet. Und seit 2004 erfolgt im Imre- Br\u00f3dy-Gymnasium von Ajka deutscher Nationalit\u00e4tenunterricht. Zur Pflege der ungarndeutschen Kultur geh\u00f6ren das Erntedankfest, der Martinsumzug, das Christkindspiel, Faschingsb\u00e4lle, Rezitationswettbewerbe des Komitats Wesprim, mehrere deutschsprachige Messen pro Jahr, Theaterbesuche f\u00fcr Kinder, Schwabenb\u00e4lle f\u00fcr die Erwachsenen, zweisprachiges Ratschen, deutsche Nationalit\u00e4tentage, Konzerte und Programme zur St\u00e4rkung der Identit\u00e4t.<br \/>\nBal\u00e1zs M\u00e9sz\u00e1ros, Imre-Br\u00f3dy-Gymnasium<br \/>\nNZ, Nr. 13, 28. M\u00e4rz 2008<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rendek und seine Geschichte In Rendek\/Ajkarendek leben viele Ungarndeutsche. Wie, woher und warum die Deutschen in diese Umgebung gezogen sind erfuhr NZ vom Vorsitzenden der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung der Stadt Ajka Zolt\u00e1n T\u00f6ltl. 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